Neue Form des Sports für Mütter und Babys: Babys fühlen sich beim Training wohl wie im Kängurubeutel

Neue Form des Sports für Mütter und Babys : Babys fühlen sich beim Training wohl wie im Kängurubeutel

"Wohlfühlen wie ein Kängurujunges in seinem Beutel sollten sich Babys", findet Mareike Nitsche. Die Kangatrainerin und ausgebildete Tanz- und Yogalehrerin vermittelt ab sofort jungen Müttern und ihren Kleinen im Alten Rathaus im Ortsteil Oberkassel eine neue Form des Sports:

Kanga ist nach der Känguru-Mutter aus dem Kinderbuch Pu der Bär benannt und kombiniert Elemente aus der Rückbildungsgymnastik, Pilates, Yoga, Tanz und vielem mehr.

Die Idee stammt aus Österreich, wie Mareike Nitsche erzählt: Die ehemalige Tänzerin Nicole Pascher wollte nach der Geburt ihrer Tochter Pamina endlich wieder trainieren. Nur leider hatte die Kleine überhaupt keine Lust, daneben zu liegen und ihrer Mutter dabei zuzusehen: "Babys wollen die Nähe zu ihrer Mama spüren", ist sich Nitsche sicher.

Pascher habe mit ihrer Erfahrung als Trainerin mit Spezialisierung auf prä- und postnatales Training gewusst, wie sie ein sicheres und effektives Übungsprogramm nach der Schwangerschaft mit diesem Wunsch verbinden könne. Bei fast allen Übungen wird das Baby in einem Tragesack am Körper gehalten: "Genau wie bei der namengebenden Kängurumutter", so Nitsche schmunzelnd.

"Die Mama steht im Mittelpunkt", erläutert sie. Kanga vereint Tanzen, Sport, Fitness. Mitmachen können Frauen, sobald sie die postnatale Untersuchung beim Gynäkologen bestanden haben, also etwa sechs bis zehn Wochen nach der Entbindung.

"Ich habe in meinem Rückbildungs-Kurs in Beuel zum ersten Mal von Kanga gehört und dann erfreut festgestellt, dass es das jetzt auch hier in Oberkassel gibt", sagt Kerstin Rosendahl, die sich über das neue Angebot freut. Die 34-jährige Architektin vollzieht mit ihrer sechs Monate alten Tochter Marie entspannt die Übungen nach, die Nitsche mit einer lebensgroßen Puppe vorführt.

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