Neubaugebiet Geislar-West: Anlieger diskutieren Straßenausbau in Geislar

Neubaugebiet Geislar-West : Anlieger diskutieren Straßenausbau in Geislar

Bei einer Bürgerversammlung im Beueler Rathaus informieren sich Anwohner des Neubaugebiets Geislar-West über die Pläne für den Straßenausbau. Unter anderem fordern sie eine breitere Fahrbahn, eine Straßenbeleuchtung und Einkaufsmöglichkeiten.

Die baureife Planung zum Ausbau der Erschließungsstraßen des Neubaugebiets Geislar-West hatte die Beueler Bezirksvertretung bereits vor vier Jahren beschlossen. Dazu gehörte auch, vor dem endgültigen Ausbau eine Bürgerversammlung durchzuführen. Zur Vorstellung des aktuellen Planungsstands versammelten sich am Donnerstagabend rund 80 der 135 eingeladenen Anlieger im Beueler Rathaus. Hans Herschel, Sachgebietsleiter für die Straßenplanung im Tiefbauamt der Stadt Bonn sowie Planerin Lisa Mareike Bell standen den Anwohnern für ihre Fragen zur Verfügung. Elisabeth Demmer und Günter Scholz vom Bauordnungsamt gaben zum Abschluss noch einen kurzen Ausblick auf eventuell noch zu leistende Erschließungskosten.

Die Fahrbahn soll auf 4,50 Meter ausgebaut werden

Die aktuellen Pläne des Neubaugebiets, die für alle Besucher übersichtlich über das Podium projiziert wurden, sehen die Haupterschließung des Areals im Westen von Geislar über die Verlängerung der Straße „Auf der Rötschen“ in die „Liestraße“ vor. Neben einer 4,5 Meter breiten Fahrbahn sind auf beiden Seiten jeweils zwei Meter breite Gehwege vorgesehen sowie zwei Meter breite Parkflächen, die sich mit Baumbeeten abwechseln. Anlieger schlugen dabei vor, die Straßen auf 4,75 Meter zu verbreitern, um auch SUVs die Möglichkeit zu geben, aneinander vorbeifahren zu können. Die Mehrheit der Anwesenden sprach sich jedoch gegen den Vorschlag aus, um durch eine schmalere Straße die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

Herschel machte deutlich, dass es sich bei den östlich von der Straße „Auf der Rötschen“, die als Tempo-30-Zone eingerichtet wird, um verkehrsberuhigte Straßen handelt, die nur mit einer Geschwindigkeit von sieben Kilometern pro Stunde befahren werden dürfen. Sie werden auf einer Breite von 7,25 Meter gepflastert und als Mischverkehrsfläche für Fußgänger, Rad- und Autofahrer ausgewiesen sein. Alle Einmündungsbereiche werden auf eine Höhe von sieben Zentimetern aufgepflastert. Die Anwohner regten dabei an, dass der Übergang nicht zu gering ausfallen sollte.

Das Neubaugebiet wird an allen drei Seiten an das umgebende Fußwegenetz angeschlossen. Die Auswahl der Materialien für Fahrbahn, Stellplätze und Gehwege erfolgt analog zu denen der Straße „Auf der Rötschen“.

Die Anlieger forderten auch, den Stand der Bäume zu überprüfen, da laut den Plänen an einigen Stellen aufgrund der Pflanzplätze keine Zuwege mehr zu später gebauten Carports eingefügt werden könnten. Welche Bäume dort gepflanzt werden sollte, sei bisher noch nicht klar. Ob die Anwohner möglicherweise Einfluss auf die Auswahl der Baumarten nehmen können – um beispielsweise Rücksicht auf Allergiker zu nehmen, werden die Planer prüfen.

„Es wird sich eher um kleinwüchsige Sorten handeln, die beim Wachstum die Straßen nicht aufwerfen“, erklärte Herschel. In diesem Herbst soll bereits die Straßenbeleuchtung installiert werden. Die Laternen sollten mit Rücksicht auf die Ausrichtung der Schlafzimmer platziert werden, so der Wunsch der Anlieger. „Wir nehmen auch dieses Thema mit“, sagte Herschel. Die Anregungen und Wünsche der Bürgerversammlung wollen die Planer nach den Ferien der Bezirksvertretung vorlegen.

Eine Endabrechnung der Erschließungskosten, die größtenteils schon 2016 gezahlt worden seien, werden laut Demmer erst rund zwei Jahre nach Anpflanzung der Begrünungen erfolgen. Da die Vorauszahlungen bereits auf Basis der vorhersehbar endgültigen Leistungen erhoben wurden, müssten die Anwohner laut Demmer nicht mit überraschenden Nachforderungen rechnen. Das Tiefbauamt beabsichtigt die Ausschreibungen für den Straßenbau noch in diesem Herbst auf den Weg zu bringen. Mit einem Baubeginn könne dann nach Karneval zu rechnen sein. Die erforderlichen Gelder seien für die nächsten drei Jahre bereitgestellt.

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