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LiKüRa-Prinzessin: Am 11. Januar wird Sarah Hama gekrönt

LiKüRa-Prinzessin : Am 11. Januar wird Sarah Hama gekrönt

Ein guter Schuss Kokoslikör, ein paar Spritzer Grenadine und etwas Blue Curaçao. Eiswürfel dazu, kräftig schütteln, fertig. "So schmeckt LiKüRa", prostet Sarah Hama und testet zufrieden ihren Cocktail in den Farben Weiß-Rot-Blau.

"Uns kann man nicht nur sehen und anfassen, uns kann man sogar schmecken", feixt die 24-Jährige und nimmt einen Schluck. Auch wenn ihr Lieblingscocktail eigentlich ein Caipirinha ist: In den kommenden Wochen wird sie wohl ausschließlich zu dem eigens von ihr kreierten Mixgetränk greifen. Schon allein von Amts wegen. Denn die Rechtsanwaltsfachangestellte wird am 11. Januar zur LiKüRa-Prinzessin Sarah I. gekrönt.

"Es kribbelt schon ein wenig", lächelt die 24-Jährige verlegen. "Ich freue mich wahnsinnig auf die Karnevalszeit." Bereits als Zwölfjährige träumte sie davon, einmal als Prinzessin im Karnevalszug mitzufahren. "Aber ich hätte nie, niemals gedacht, dass dieser Wunsch in Erfüllung geht." Jetzt ist es so weit: Das Kleid sitzt, die ersten Autogrammkarten sind signiert, und im Keller ihres Elternhauses lagern die ersten Kisten mit Wurfmaterial für "de Zoch".

Neben dem Spaß am Karneval braucht Sarah Hama in den kommenden Wochen allerdings auch Ausdauer und eine gute Kondition. An den 54 Tagen von der Krönung bis Aschermittwoch absolviert sie rund 120 Termine - von "offiziellen Auftritten über Empfänge bis hin zu Besuchen in Kindergärten und Senioreneinrichtungen.

Wenn jemand im Ort einen besonderen Grund zum Feiern hat, dann kommen wir ebenfalls gerne mit einer Abordnung und unserer Prinzessin vorbei", stellt Frank Hinterkeuser vom LiKüRa-Festausschuss den Terminkalender vor. "Genau diese enge Verbundenheit macht schließlich den Charme und das Familiäre von LiKüRa aus."

Allein von Weiberfastnacht bis zum Karnevalswochenende besucht Sarah gemeinsam mit ihrem Gefolge rund 80 verschiedene Veranstaltungen. "Das ist die härteste Zeit in der Session", weiß Frank Hinterkeuser nur allzu gut. Um genügend Energie für das Mammutprogramm der nächsten Wochen zu haben, hält sich die 24-Jährige mit Laufen und Schwimmen fit.

Begleitet wird sie bis Aschermittwoch von ihren beiden Pagen Jasmin Hama und Michelle Hinterkeuser. Und die drei sind ein eingespieltes Team: Schwester Jasmin erkennt auf den ersten Blick, wenn mit Sarah etwas nicht in Ordnung ist, Michelle ist eine langjährige Freundin aus Kindertagen. "Ich bin bestens gerüstet", verspricht Jasmin ihrer älteren Schwester. "Ich werde in meiner Tasche immer ein Erste-Hilfe-Paket dabeihaben", lacht sie. Dazu gehören neben Ersatz-Strumpfhose und Taschentüchern auch Kopfschmerztabletten. "Eben alles, was eine Prinzessin braucht."

Neben den Eltern Christa und Shamal Hama werden bei der Krönung in der Aula des Kardinal-Frings-Gymnasiums auch Sarahs Arbeitskollegen dabei sein. "Alle haben versprochen zu kommen", freut sich die 24-Jährige, die in der Kanzlei Dr. Walter & Platvoet arbeitet. "Meine Kollegen sind super. Sie haben so viel Verständnis, wenn ich wegen eines Termins auch schon mal etwas früher aus dem Büro gehen muss. Besser hätte ich es gar nicht treffen können."

Nicht im offiziellen LiKüRa-Kalender, sondern in ihrem ganz privaten hat die zukünftige Prinzessin bereits jetzt einen Termin rot markiert. "An Weiberfastnacht werde ich nach den Auftritten mit meinen Pagen um die Häuser ziehen. Das lassen wir uns auch in diesem Jahr nicht nehmen." In den Lokalen und Gaststätten rund um die Kennedybrücke werden Sarah, Jasmin und Michelle dann feiern. Die offiziellen Roben werden sie dafür ablegen, und Sarah wird als Zirkusdompteurin mit ihren beiden Leoparden losziehen. "Das machen wir schon seit Jahren so", erzählt die waschechte Beuelerin, die - zwar in Bonn geboren - im Ort in den Kindergarten und in die Schule gegangen ist.

Und was wünscht sich die zukünftige Prinzessin für ihre Session? "Natürlich hoffe ich, dass ich eine super Zeit haben werde und dass ich den Spaß, den ich am Karneval habe, an viele Menschen weitergeben kann", resümiert sie. "Aber natürlich träume ich auch davon, dass unser Karnevalszug bei Sonnenschein durch die Straßen ziehen wird." Doch für diesen Wunsch haben selbst die beiden Pagen nicht die richtigen Utensilien in ihren Taschen.