Schulfest und Kirchwiesenturnier in Holzlar: Ab in die Tonne

Schulfest und Kirchwiesenturnier in Holzlar : Ab in die Tonne

Für ein Mülltonnenrennen braucht man dreierlei: eine Tonne, einen, der sie schiebt, und einen Insassen. Letzterer wird dabei ordentlich durchgeschüttelt, aber die Kinder, die sich darauf am Samstag beim Spielefest der Katholischen Grundschule Holzlar einließen, schienen dabei ihren Spaß zu haben.

Hatte man das Rennen absolviert, gab es einen Stempel auf einer Karte, dann ging es zur nächsten Station. Zur Auswahl standen Zielwerfen, ein Rollerparcours, bäuchlings auf einem Rollbrett rollen, Geschicklichkeitsspiele wie das Erbsenschlagen und vieles mehr. Dazu gab es eine Tombola, reichlich zu essen, Cocktails und nachmittags das Fußballturnier zwischen der katholischen Grundschule und der Schule Om Berg auf der Kirchwiese.

Dieses richtete der Bürgerverein Holzlar aus, mit dem die Schule laut Rektorin Annette Kiemen eine gute Zusammenarbeit pflegt. Das Turnier hat schon eine lange Tradition, wurde aber erstmals auf den gleichen Tag wie das Schulfest gelegt. Mannschaften der dritten und vierten Klassen traten gegeneinander an. Die Mannschaften der katholischen Grundschule kamen nicht gegen die Teams von Om Berg an: In beiden Altersgruppen belegten die die ersten beiden Plätze. Vielleicht, mutmaßte Kiemen, lag es daran, dass ihre Schüler schon den ganzen Tag beim Fest auf den Beinen und deshalb nachmittags ein wenig müde waren. Der Erlös aus dem Fest kommt zum Teil einer Partnerschule in Indien und der Erdbebenhilfe in Nepal zugute.

Auf letzteren Zweck wurde die Schule durch einen Artikel im General-Anzeiger über Milena Rabe aufmerksam, die einen Bachelor im Studienfach Kulturwissenschaft gemacht hat. Sie hatte nach dem Erdbeben Nepal besucht und darüber berichtet. "Die Schulkonferenz war begeistert", sagte Kiemen. Rabe hielt auf dem Fest einen Vortrag über ihre Reise. Im Herbst fahre sie wieder nach Nepal, sagte sie. Einige Kinder liefen auch mit Spendendosen über das Fest. Alleine auf diesem Weg kamen laut Kiemen mehr als 300 Euro zusammen.

Das Fest war bestens besucht. "Wir mussten schon nach einer Stunde Bons nachdrucken'", so Kiemen. Nach ihrer Aussage hätte das Spielefest eigentlich mit der Einweihung des neuen Gebäudes für die Offene Ganztagsschule einher gehen sollen. "Das hat aber nicht geklappt, wegen Bauverzögerungen." Sie hoffe, dass die OGS nach den Sommerferien bald in das Gebäude einziehen kann.

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