"Beueler Treff" zu Kultur

Tauziehen um Kulturstandort Beuel

Erstrahlt nach Sanierung: Junges Theater in Beuel.

Im Jungen Theater diskutierte der "Beueler Treff" über Kulturszene und Kulturpolitik im Stadtbezirk

Beuel. Kultuschaffende aus Beuel diskutierten beim "Beueler Treff" über die Zukunft der Kulturszene. Besonders das Areal des Panttheon-Theaters sorgte für Gesprächsstoff.

Ein Kulturquartier rund um das Pantheon, einen Kulturbeauftragten für den Stadtbezirk Beuel, Wertschätzung für die freie Kulturszene oder eine vorausschauende Kulturpolitik – das sind nur einige der Wünsche, die Beueler Kulturschaffende für den rechtsrheinischen Stadtbezirk in der GA-Serie „Kulturstandort Beuel“ formulierten. Mit Jugendtheatern, einer Kleinkunstbühne, einem Musikfestival, Kinos sowie einer Musikakademie bietet Beuel vor allem der freien Kulturszene eine Spielfläche.

Am Donnerstagabend diskutierten deren Leiter beim „Beueler Treff“ in der Tromm's Bar des Jungen Theaters Beuel mit Bürgern über Stärken und Schwächen, aber auch über eine mögliche Neuausrichtung der ansässigen Kulturszene. Mit dabei waren neben dem Intendanten des Jungen Theaters, Moritz Seibert auch Michael Kernbach, Geschäftsführer der Popfarm NRW, Jürgen Becker, Vorstandsvorsitzender des Vereins Traumpalast (Brotfabrik), Claus Overkamp, Geschäftsführer des Theaters Marabu, Julian Reininger, Organisator des Green Juice Festivals, Martina Steimer, Künstlerische Leiterin des Pantheon-Theaters sowie der Kulturdezernent der Stadt Bonn, Martin Schumacher. Moderiert wurde die Veranstaltung von GA-Redakteur Holger Willcke.

Mehr als 40 Interessierte waren der Einladung zum Dialog gefolgt. Kernthema der Diskussionen war die Gestaltung des Areals rund um das Pantheon als mögliches Quartier für ein breites Kulturangebot mit Kleinkunstbühnen und Gastronomie. Green-Juice-Organisator Reininger könnte sich auf dem Gelände auch einen freien Veranstaltungsraum für junge Künstler vorstellen.

Der Kulturdezernent erteilte jedoch eine Absage an eine schnelle Umgestaltung des Areals, sondern setzte einen Zeitraum von zehn Jahren an. „Das dauert ein paar Jahre, das geht nicht in zwei, drei Jahren“, sagte Schumacher. Aufgrund der Sanierungen von Oper und Kammerspielen würden die Proben- und Werkstätten als Interimsstätten benötigt. Steimer unterstrich hingegen, nur den Standort Halle Beuel unter der Bedingung gewählt zu haben, dass das Quartier schnell entwickelt wird.

Weitere Berichterstattung folgt.