Kommentar zur Jugendverkehrsschule in Beuel

So geht's nicht

Die alte Jugendverkehrsschule: Hier soll ein Skaterpark entstehen.

In der Rheinaue soll ein neuer Skatepark entstehen.

Beuel. Und täglich grüßt das Murmeltier: Die Fälle, bei denen sich Politiker oder Bürger von der Stadtverwaltung schlecht oder gar nicht informiert fühlen, häufen sich in jüngster Zeit auffallend. Derzeit ärgern sich die Beueler wieder.

Es gibt einige Beispiele für Kritik an der Informationspolitik der Verwaltung: Ausweisung von Flüchtlingsunterkünften, Schaffung von Wohnraum in Roleber, Umzug der Realschule und jetzt die Umwandlung der ehemaligen Jugendverkehrsschule in einen Skatepark.

Auch wenn die Ideen und Vorschläge der Fachämter bei dem ein oder anderen Thema gar nicht schlecht sind, sie scheitern dann doch oder führen bei den Betroffenen zu Verdruss, weil die Stadt Bonn zu lange auf ihrem Herrschaftswissen sitzen bleibt. Als journalistischem Beobachter bleibt einem nur übrig, gebetsmühlenartig zu wiederholen: Wenn man etwas erreichen will, muss man die Beteiligten frühzeitig durch nachvollziehbare Argumente überzeugen. Bürger erwarten zu Recht von Politik und Verwaltung Transparenz.

Und beim aktuellen Fall versteht niemand, warum der bestehende Skatepark von der Bonner in die Beueler Rheinaue verlegt werden soll. Stört er etwa auf der linken Rheinseite? Die Argumente „Denkmalschutz für die Rheinaue“ und „Lärmbelästigung“ ziehen jedenfalls nicht, weil die geplante Unterschutzstellung sowohl für die Bonner als auch die Beueler gilt – und Lärm ist links- wie rechtsrheinisch gleich laut.

Politik und Bürgervereine sind jedenfalls über den Alleingang der Stadt so verärgert, dass das Projekt Skatepark wohl zu den Akten gelegt werden kann.