Ursache für Bruch unklar

Jesusstatue auf Friedhof in Pützchen fehlt rechte Hand

Willi Härling zeigt auf die Stelle, wo er die Hand gefunden hat. Lilo Patt-Krahe deutet auf die Bruchstelle am Unterarm der Statue.

Willi Härling zeigt auf die Stelle, wo er die Hand gefunden hat. Lilo Patt-Krahe deutet auf die Bruchstelle am Unterarm der Statue.

Pützchen. Vor Kurzem ist der Jesusstatue auf dem Pützchener Friedhof die rechte Hand abgebrochen. Ob mutwillige Sachbeschädigung oder ein Sturmschaden dafür verantwortlich ist, ist unklar. Nun will ein Steinmetz den Fehler beheben.

Nicht schlecht gestaunt hat Willi Härling, als er kürzlich über den Friedhof in Pützchen ging. An der großen Jesusstatue direkt beim Eingang an der Karmeliterstraße fehlte an einem Arm die Hand. Er habe daraufhin vermutet, dass jemand die Hand mutwillig abgeschlagen habe, erzählt Härling. Sein zweiter Gedanke sei gewesen, dass sie vielleicht nicht mitgenommen worden sei. „Was soll schon jemand mit einer Hand aus Ton“, habe er gedacht und sofort im Gebüsch neben der Statue mit der Suche begonnen. Und siehe da: Er wurde unter der grünen Efeudecke fündig und stellte die Hand sicher. „Doch an ihr fehlte ein Finger, und den habe ich nicht mehr gefunden“, sagt Härling.

Lilo Patt-Krahe vom Pfarrausschuss St. Adelheid in Pützchen dachte dagegen nicht an vorsätzliche Sachbeschädigung. Ihrer Meinung nach könnte die abgetrennte Hand mit einem Sturm zusammenhängen, weshalb sie den Schaden direkt der Stadt Bonn meldete. „Wir haben uns 2011 als Pfarrgemeinde sehr dafür eingesetzt, dass die Jesusstatue restauriert wurde und uns auch finanziell erheblich daran beteiligt. Deshalb ist es uns wichtig, dass sie zeitnah repariert wird“, sagt Patt-Krahe. Wie Hermann Krause vom zuständigen städtischen Gebäudemanagement mitteilt, habe er sich sofort für die Restaurierung der Statue eingesetzt und sowohl mit dem Steinmetz Michael Naundorf als auch mit der Restaurateurin Manuela Prechtl in Verbindung gesetzt.

Auch Härling hat Kontakt mit Naundorf aufgenommen und ihn gefragt, ob er die Hand nicht wieder „ankleben“ könne. „Das will er jetzt in Zusammenarbeit mit Frau Prechtl auch tun“, berichtet Härling. „Deshalb habe ich ihm die Hand vorbeigebracht und er wird mit einem Edelstahlhaken eine Verbindung zwischen Hand und Arm herstellen und sie so wieder befestigen.“ Bezüglich der Kosten hat Patt-Krahe positive Informationen: „Mir hat Herr Naundorf gesagt, dass uns das nichts kosten wird.“ Sie und viele andere Friedhofsbesucher hoffen nun, dass die Statue möglichst schnell wieder instand gesetzt wird.