Polizei ermittelt nach Tumult

Familie randaliert im Linienbus 603 in Beuel

Weil die Straße Am Herrengarten wegen Bauarbeiten eine Sackgasse ist, müssen die Linienbusse eine Umleitung fahren.

Wegen eines Streits in einem Linienbus musste die Polizei ausrücken.

BEUEL. Wegen eines tumultartigen Streits in einem Bus der Linie 603 in Bonn-Beuel musste die Polizei ausrücken. Eine Familie war mit dem Busfahrer aneinandergeraten. Beide Parteien haben gegenseitig Anzeige gestellt.

Eine Auseinandersetzung größeren Ausmaßes musste die Polizei am Samstag, 21. Juli, um kurz vor 16 Uhr in einem Linienbus in Höhe des Pantheon-Theaters schlichten. Wie erst jetzt bekannt wurde, hatte der Busfahrer (51) der Linie 603 die Beamten zu Hilfe gerufen, weil er sich bedroht fühlte.

Was war passiert? Wie die Stadtwerke und die Polizei auf GA-Anfrage erklärten, hatten zwei der Kinder der Familie im Bus Lärm gemacht und von ihrem Sitz aus mehrfach mit ihren Füßen gegen die Scheibe getreten, die vorne am Einstieg angebracht ist. Als der Busfahrer sie bat, das zu unterlassen, reagierte zunächst die Frau (35) laut und aggressiv und bezeichnete den Fahrer als Ausländerhasser. Sodann griff auch ihr 46-jähriger Mann ein, stieß ein ganzes Arsenal an Beschimpfungen aus, spuckte den Busfahrer an und schlug zu - den Angaben des 51-Jährigen nach wurde er leicht am Auge getroffen.

Auch als ein Streifenwagen eintraf, beruhigte sich die Lage zunächst nicht. "Es war ein Riesentumult", sagte ein Polizeisprecher. Auch die Frau habe dabei mitgemischt. Als der 46-Jährige die Situation noch mit seinem Handy filmte und auf die Anweisung, das zu unterlassen, nicht reagierte, fixierten die Beamten den Mann am Boden. Später wurde auch noch ein Rettungswagen gerufen, weil die Frau behauptete, ihr Mann sei krank.

Die Ermittlungen laufen derzeit laut eines Polizeisprechers noch. Sowohl der Busfahrer, als auch der 46-Jährige hätten gegenseitig Anzeige gestellt. Die Videoaufnahmen im Bus wurden von der Polizei gesichert.