Beueler Hochbunker

Ein bombensicheres Investment

Letzte Handgriffe bevor die Bewohner kommen: In einer der neuen Loft-Wohnungen mit Industrie-Flair wird der Boden verlegt.

BEUEL. Der Beueler Hochbunker wird zu einem Haus mit Luxuswohnungen umgebaut. Die ersten Mieter sind bereits eingezogen.

Viele Details im Innern erinnern weiter daran, dass es sich bei dem grauen Trutzbau an der Goetheallee um einen Bunker handelt. Ganz oben im Treppenhaus lässt die Wand den Blick auf die ehemalige Decke des markanten Bauwerks frei, 1,40 Meter dicker Stahlbeton in Braunschweiger Bewehrung.

Im Inneren sind in den vergangenen Monaten fünf Luxuswohnungen entstanden. Doch auch drinnen erinnern Reste der einst meterdicken Außenwände und Betonoptik noch an die ehemalige Bestimmung des 1942 entstandenen Gebäudes, das als Luftschutzbunker diente.

"Wer hier einzieht, sucht diesen besonderen Industrie- und Bunker-Flair", sagt Investor Andreas Frey. Gemeinsam mit seinem Bruder Stephan Frey aus Troisdorf hat der Rheinbreitbacher das Gebäude saniert.

Der Umbau liegt nun in den letzten Zügen, noch müssen Böden verlegt und Leitungen installiert werden. Die ersten Mieter sind Mitte des Monats bereits eingezogen. Anfang März folgen weitere.

Fast 70 Jahre lang wurde der 15 Meter hohe Trutzbau an der Ecke Auf der Schleide/Goetheallee nicht genutzt. Die beiden privaten Bauherren haben nun Fensterbänder in das dicke Gemäuer fräsen lassen.

Eines der beiden Treppenhäuser wurde zu einem Aufzug umgebaut, der die Bewohner direkt mitten in die jeweils rund 150 Quadratmeter großen Loft-Wohnungen bringt, die jeweils ein gesamtes Stockwerk umfassen.

"Uns war sehr wichtig, dass barrierefreies Wohnen möglich ist", sagt Frey. Von dem neugebauten Dachgeschoss eröffnet sich ein weiter Ausblick auf Beuel und das Siebengebirge.

Doch der Umbau war umständlich, da das Gebäude komplett aus Beton besteht und unter Denkmalschutz steht. Der Umbau wurde in enger Abstimmung mit der Unteren Denkmalbehörde umgesetzt. Die Fassade ist in Richtung Goetheallee unverändert geblieben, auch Efeu, Wilder Wein, der Bruchsteinsockel und das Dach mussten erhalten bleiben.