Schluss mit den Stolperfallen: 26 Lampen für die südliche Beueler Rheinaue

Schluss mit den Stolperfallen : 26 Lampen für die südliche Beueler Rheinaue

Viele Freizeit- und Vereinssportler, aber auch Spaziergänger dürfen sich freuen: Ab Mitte Mai gehören die bislang in der Dunkelheit durchgeführten abendlichen Trainingseinheiten und Spaziergänge am südlichen Beueler Rheinufer der Vergangenheit an.

26 zusätzliche Leuchten werden derzeit zwischen Bonner Bogen und Wolkenburgweg aufgestellt. Die Bürgervereine der LiKüRa-Orte Limperich, Küdinghoven und Ramersdorf hatten zwischenzeitlich die Hoffnung schon aufgegeben. Den Wunsch nach einer durchgängigen Parkbeleuchtung in der Beueler Rheinaue haben sie 1999 Politik und Verwaltung vorgetragen. Bereits 1998 gab es zwei Bürgeranträge mit der gleichen Forderung. „Die Sportler des Lauftreffs Ennert sind damals an uns herangetreten und haben um mehr Licht am Rheinufer gebeten“, erinnerte sich Johannes Schröer, Vorstandsmitglied des Bürgervereins Ramersdorf.

Mal verhinderte Geldknappheit im städtischen Haushalt, mal die fehlende Planung das Schließen der Beleuchtungslücke. „Letztlich ist es der Hartnäckigkeit der Bezirksvertretung Beuel zu verdanken, dass dieses Thema nicht von der Agenda verschwunden ist“, erklärte jetzt Beuels Bezirksbürgermeister Guido Déus bei einem Ortstermin am Wolkenburgweg. Erst als der Aspekt Sicherheit in der Diskussion um Für und Wider der zusätzlichen Beleuchtung Fuß fasste, kam Bewegung in das Thema. Im Oktober 2017 war es dann soweit: Die Bezirksvertretung genehmigte den Ausbau und gab die erforderlichen 150.000 Euro frei.

Auch in der linksrheinischen Rheinaue gibt es laut Déus Abschnitte, die noch nicht beleuchtet sind: „Aber auch dort werden in absehbarer Zeit zusätzliche Lampen aufgestellt. Es fehlt nur noch die Planung.“

Die SWB-Tochter Bonnnetz führt derzeit im Auftrag des Tiefbauamtes der Stadt Bonn die Arbeiten durch. Die Kabel wurden bereits verlegt, jetzt werden die Fundamente für die Lampen errichtet. Zum einen musste die Leitungstrasse so angelegt werden, dass eine dort verlaufende Gasleitung nicht beschädigt wird, und zum anderen musste der geplante Ausbau der Radverkehrswege entlang des Rheins mit berücksichtigt werden.

Aber die zusätzlichen Leuchten werden nicht nur der Kriminalprävention dienlich sein. Gleichzeitig wird laut Stadt Bonn auch der Nutzen der vorhandenen Infrastruktur erheblich erhöht. Grund: Da auch die Rampen zur Südbrücke endlich beleuchtet werden, wird eine sicherere Rheinquerung über die Südbrücke geschaffen. Damit wird die von lokalen Sponsoren geförderte Lauftrainingsstrecke – Drei-Brücken-Runde – hinsichtlich der abendlichen Nutzung verbessert.

Karl Wengenroth, Vorsitzender des Bürgervereins Limperich, bat die Stadtwerke darum, in Zeiten des Insektenrückgangs in den 26 neuen Lampen insektenfreundliche Leuchtmittel einzusetzen.

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