Bahn hat nichts mehr gegen Park-and-ride-Anlage am Duisdorfer Bahnhof

Bahn hat nichts mehr gegen Park-and-ride-Anlage am Duisdorfer Bahnhof

Eine Park-and-ride-Anlage wünschen sich viele Bürger schon länger. Die Stadt hat auch bereits ein Konzept für die bislang ungenutzte Fläche nördlich des Bahnhofs: Danach soll dort Platz für 38 Autos und 50 Fahrräder sein.

Duisdorf. (kpo) Eine Park-and-ride-Anlage am Duisdorfer Bahnhof wünschen sich viele Hardtberger schon länger. Die Stadt hat auch bereits ein Konzept für die bislang ungenutzte Fläche nördlich des Bahnhofs: Danach soll dort Platz für 38 Autos und 50 Fahrräder sein.

Die Fläche gehört aber der Deutschen Bahn, und von der kam im November 2010 die Information, dass die Bahn den Bereich als "betriebsnotwendig" eingestuft hat. Nach einem Gespräch zwischen Verwaltung und Vertretern der Bahn am 18. März teilte die Stadt nun der Bezirksvertretung Hardtberg mit, dass sich Möglichkeiten für die Einrichtung der Park-and-ride-Anlage aufgetan haben.

Als Gründe für die Ablehnung hatte die Bahn angegeben, dass die Fläche "Bestandteil der Aus- und Umbauplanungen für den Bahnhof" sei und dort außerdem im Falle, dass der Bahnübergang Bahnhofstraße geschlossen würde, eine behindertengerechte Fußgänger- und Radfahrrampe gebaut werden müsse.

Das Gespräch ergab, dass die Bahn auf die fragliche Fläche verzichten könnte, wenn ihr Alternativflächen zur Verfügung gestellt werden. Weiterhin teilte die Stadt mit, dass eine Schließung des Bahnübergangs bislang nicht vorgesehen sei und "als sehr unwahrscheinlich" eingeschätzt werde. Eine Alternative für Rad- und Rollstuhlfahrer werde also gar nicht benötigt.

Unter diesen Voraussetzungen stellt sich die Bahn nicht gegen die Park-and-ride-Anlage, will aber dennoch eine solche Rampe zwischen dem Parkplatz und dem Bahnsteig mit Anschluss an die Bahnhofsunterführung einrichten.

"Dieser Weg soll parallel zum Bahnsteig zur Unterführung führen, mit einer Neigung von sechs Prozent", erklärte Regina Jansen, Sachbearbeiterin im Stadtplanungsamt, während der Bezirksvertretungssitzung. "Es muss also eine Fläche für die zukünftige Rampe freigehalten werden." Die Anlage wird also etwas kleiner als geplant, aber die Türe für den Bau hat die Stadt nun aufgestoßen.

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