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Konzert des Kantatenorchesters: Wippende Füße im Takt der Musik

Konzert des Kantatenorchesters : Wippende Füße im Takt der Musik

Geschlossene Augen und wippende Füße waren am Sonntagabend im prachtvollen Beethovensaal der Redoute zu sehen. Anlässlich des Benefizkonzerts des Bad Godesberger Kantatenorchesters war der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt. Das Konzert wurde mit Johann Sebastian Bachs Konzert d-Moll für Klavier und Orchester mit der Solistin Luisa Imorde eröffnet.

Weitere Solisten des Abends waren Konstantin Gockel an der Violine, Nanae Yamashita an der Oboe, Adelheid Bouda am Violoncello und Stephan Siegenthaler am Bassetthorn und an der Klarinette. Gespielt wurden Werke von Alessandro Rolla, Antonio Salieri, Franz Schubert und Gioachino Rossini sowie Carlo Pässler. Der Erlös des Konzerts wird für die Bereitstellung von sauberem Wasser für das staatliche Krankenhaus in Guinea-Bissaus Hauptstadt Bissau verwendet.

Bezirksbürgermeisterin Annette Schwolen-Flümann begrüßte das Publikum und dankte in einer kleinen Ansprache allen Beteiligten für ihr Engagement. Auch Demba Buaró war als Vertreter des Landes Guinea-Bissau anwesend und zeigte sich überaus dankbar. "Ich fühle mich sehr geehrt und kann es immer noch nicht ganz glauben", kommentierte er das Konzert.

Das Bad Godesberger Kantatenorchester besteht bereits seit mehr als 35 Jahren und verfügt mittlerweile über ein breites musikalisches Spektrum. Seit 1999 leitet Wolfram Kuster das Orchester. "Wir haben fünf bis sieben Auftritte pro Jahr", sagte er. "Und nächsten Sommer fahren wir auf Konzertfahrt nach Polen". Das Orchester trifft sich einmal in der Woche zu einer Probe in der Marienforster Kirche. "Der Kontakt zu den unterschiedlichen Solisten ist durch persönliche Verbindungen von uns und auch durch das Ehepaar von Brühl zustande gekommen", sagte Kuster. Schnelle, fröhliche, aber auch dunkle und düstere Klänge wie bei Bachs Konzert für Klavier und Orchester gestalteten das Konzert abwechslungsreich. Sanfte, melodische Töne wurden den Zuhörern bei Rollas Konzert für Bassetthorn und Orchester geboten.

Guinea-Bissau ist ein kleiner westafrikanischer Staat zwischen Senegal und Guinea und gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Idee von der Gründung eines Hilfsvereins kam dem Graf und der Gräfin von Brühl bei einer Afrikareise im November 2000. Da das eigene Engagement und die eigenen finanziellen Mittel nicht für eine Unterstützung in der notwendigen Größenordnung reichten, wurde im Frühjahr 2002 der Verein "Hilfe für Guinea-Bissau" gegründet und eingetragen. Seitdem werden mit Spenden verschiedene soziale, kulturelle und medizinische Projekte gefördert