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Wandern: Aussichtspunkt an der Apfelroute

Wandern in Wachtberg : Neuer Aussichtspunkt für den Wanderweg Apfelroute

Liegebank, Fahrradständer und Panoramatafel: Zwischen Ließem und Oberbachem hat der Wanderweg Apfelroute einen neuen Aussichtspunkt bekommen. Gerade in der Corona-Zeit registriert der Touristikverein mehr Wanderer.

„Der schönste Ort zwischen Ließem und Oberbachem“ liegt direkt auf der Apfelroute, findet Hartmut Beckschäfer. Er und andere Akteure haben genau diese Stelle als Erlebnispunkts auf dem Wachtberger Teil der Apfelroute ausgesucht. Neben der Stele der Feuerroute enthüllten Bürgermeisterin Renate Offergeld und Stiftungsmanagerin der Kreissparkassenstiftung für den Rhein-Sieg-Kreis, Kirsten Felgner, den neuen Rast- und Infopunkt nebst Liegebank und Fahrradständer am Rheinhöhenfriedhof.

Einen Blick über die Landschaft von Züllighoven über Oberbachem und Berkum bis nach Gimmersdorf können Einheimische, Wanderer und Radler nun von der Sitzbank oder der neuen breiten Liegebank genießen und sich nebenbei gleich über zwei interessante Aspekte im Drachenfelser Ländchen näher informieren.

Neben den Informationen zur Feuerroute an der bereits zuvor vorhandenen Stele gewährt die neue Informationstafel einen Einblick in die hiesige Kulturlandschaft, ihre Siedlungsstrukturen, vielfältige wirtschaftliche Aspekte und weitere charakteristische Züge des Ländchens.

Informationen finden die Rastenden zur Landwirtschaft, zur Mobilität, zur Versorgung und den Obstplantagen ebenso wie zum Radom. Allgemeine Informationen zur Gemeinde, den Orten Berkum, Werthhoven und Gimmersdorf sowie zur Rheinischen Apfelroute, die sich in 124 Kilometern durch den linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis, vorbei an Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten der Region schlängelt, zeichnen hier einen prägnanten Ausschnitt aus vergangenem und aktuellen Leben der Gemeinde.

Große Nachfrage nach Wanderkarten

Dass das Interesse seit der Eröffnung der Apfelroute groß ist, zeige die hohe Nachfrage nach Karten und Informationsmaterial, sagte die Geschäftsführerin der Rhein-Voreifel-Touristik Eva Konrath. Auch die durch Corona bestärkte Tendenz der Menschen, ihre heimische Umgebung wieder mehr per Fahrrad zu entdecken, mache sich bemerkbar. Während im gesamten vergangenen Jahr auf Anfrage rund 1700 Karten verschickt wurden, haben sich allein bis Mitte Juni dieses Jahres bereits etwa 2000 der Wegweiser auf den Weg zu den Reiselustigen gemacht.

Hinlegen und die Aussicht genießen

Der Infopunkt ist mit einer Sitz- und einer Liegemöglichkeit sowie einem massiven, auch für E-Bikes geeigneten Rahmen-Fahrradständer an moderne Bedürfnisse angepasst. Kirsten Felgner, deren Stiftung das Projekt mit 8000 Euro unterstützt hatte, freute sich über die gelungene Umsetzung. Alfred Kluth, Ortsvertretungsvorsitzender in Oberbachem, würdigte das erfolgreiche Projekt auch mit Blick darauf, dass die verwendeten Bauteile aus der Region und aus der direkt benachbarten Eifel stammen.

Auf der Apfelroute finden Wanderer und Radler in jeder Kommune zwei bis drei solcher Erlebnispunkte, sagte der Leiter des Projekts „Rheinische Apfelroute“, Thomas Baumann. In Wachtberg informieren die weiteren Erlebnispunkte auf dem Rad- und Wanderweg westlich des Wachtberger Ehrenmals und in Oberbachem in der Kurve der Straße „Alte Höhle“ über die Themen „Wertschöpfungskette“ und „Alte Obstsorten“. Während die Rastmöglichkeiten bereits installiert sind, sollen die Infotafeln an diesen Standorten laut Baumann bis zum Ende des Jahres ergänzt werden.