Bilder im im Haus an der Redoute: Vom konkreten Foto zum abstrakten Bild

Bilder im im Haus an der Redoute : Vom konkreten Foto zum abstrakten Bild

Künstler René Steffens zeigt seine Werke unter dem Titel "My point of view".

Die Bilder von René Steffens sind farbenfroh, abstrakt und großformatig. Da gibt es bunte Quadrate, Streifen und strudelförmige Kreise, aber auch gegenständliche Gemälde mit Briefkästen und Schwänen. Noch bis Sonntag, 30. Oktober, zeigt der Künstler unter dem Titel "My point of view" seine Werke im Haus an der Redoute.

Das Besondere an Steffens Arbeiten: Jedes Bild ist einer vom Künstler selbst gemachten Fotografie nachempfunden, abgelichtet wurden zum Beispiel gefüllte Wassergläser und Kaleidoskope. Dabei werden aus den konkreten Vorlagen oftmals abstrakte Gemälde, bei denen der ursprüngliche Gegenstand auf den ersten Blick nicht mehr zu erkennen ist.

"Jedes Foto wird digital am Computer bearbeitet und dann mit Acryl- und Ölfarben auf die Leinwand gebracht", sagte Steffens bei der Vernissage. Danach werde die noch nicht getrocknete Farbe abgeduscht, wieder übermalt und teilweise mit einem Skalpell abgekratzt.

Dieser Prozess könne mehrmals wiederholt werden, sodass mehrere Farbschichten übereinander gemalt sind. Dadurch ergeben sich einzigartige Effekte, die den Betrachter fesseln.

"Ich habe immer schon gerne fotografiert und gemalt. In meiner Kindheit habe ich zum Leidwesen meiner Eltern alles vollgemalt. Irgendwann habe ich mich dann dazu entschlossen, von der Kunst zu leben", sagte Steffens.

Die Technik für seine Bilder habe sich im Laufe der Jahre entwickelt. Seit 1994 stellt der Mitarbeiter des Arp Museums seine Werke aus. "Die Ausstellung ist farbgewaltig. Die Bildtitel selbst wählt nicht René Steffens aus, sondern ein befreundeter Musiker", erklärte seine Kollegin Heike Henze-Bange bei der Vernissage.

Der Grund: Anfangs habe er seine Bilder nur nummeriert, so Steffens. "Der Freund sagte dann, das könne ich nicht machen, er sehe so viel in den Bildern. Also benennt er jetzt meine neuen Werke."

Steffens arbeitet stets an mehreren Werkserien parallel, und zwar teilweise über Jahre hinweg. So gibt es neben den Wasserglas- und Kaleidoskop-Serien auch Reihen geflochtener Bilder und Streifenbilder. Bei seinen geflochtenen Werken schneidet er bemalte Leinwände in Streifen und verklebt sie mit Silikon, als ob er einen Korb flechte, erklärte Steffens.

Bei den Streifenbildern entsteht durch verschiedene Maltechniken ein Effekt, als ob die Streifen teilweise wie durch eine Milchglasscheibe zu sehen sind.

Die Ausstellung ist noch bis Sonntag, 30. Oktober, zu sehen, und zwar mittwochs bis sonntags von 14 bis 18 Uhr im Haus an der Redoute, Kurfürstenallee 1.

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