Spaßtriathlon im Friesi: Volkstriathlon durch Friesdorf

Spaßtriathlon im Friesi : Volkstriathlon durch Friesdorf

76 Einzelschwimmer, 20 Staffeln und 40 Helfer sind beim neunten "Friesatholon" dabei. In den vergangenen Jahren waren insgesamt 1111 Freizeitsportler aus Bonn und der Region bei dem Event dabei.

Stolz konnten die Veranstalter von den Freibad-Freunden Friesdorf (FFF) auf ihren 9. „Friesathlon“ blicken: 76 Einzelteilnehmer, 20 Staffeln und 40 Helfer sorgten auch gestern wieder für ein gelungenes Sportevent in Friesdorf. Was 2008 als spontane Idee eines „Sportnachmittages mit Freunden auf der grünen Wiese“ begann, hat sich mittlerweile zu einem kleinen, außergewöhnlichen Dorftriathlon-Event gemausert, das sich über breiten Zuspruch und Unterstützung von der Bevölkerung und Sponsoren freuen kann.

Und egal mit wem man am Sonntagvormittag im und um das Friesi herum sprach, betont wurde vor allem der familiäre Charakter dieser Kombination aus Volkstriathlon oder „Fun-Triathlon“. Das meinte beispielsweise auch Vorjahressieger Rolf Didjurgies aus Oberkassel, der in diesem Jahr Zweiter wurde: „Das ist hier alles wunderbar organisiert und hat einen sehr familiären Charakter. Ich habe auch schon mehrmals teilgenommen und es war immer sehr knapp für mich, immerhin bin ich schon 55 Jahre alt“, sagte Didjurgies, der schon seit 30 Jahren Triathlon macht. „Beim Schwimmen konnte ich beim letzten Mal am meisten rausholen.“

Mit ihm hatten sich gestern knapp 150 Freizeitsportler aus ganz Bonn und Umgebung auf den Weg gemacht – rund 20 000 Meter im und um das beliebte Familienbad galt es zu bewältigen: Elf Kilometer Fahrradfahren, 500 Meter Schwimmen – natürlich im „Friesi“ – und eine Laufstrecke von 8,4 Kilometern durch Friesdorf und den Kottenforst warteten auf die Athleten. Bereits 20 Minuten nach dem Start um 9.20 Uhr kamen die ersten Fahrradfahrer zurück, hasteten in die Wechselzone und klatschten sich mit ihren Teammitgliedern ab, die dann schnell ins Wasser sprangen und losschwammen. Nach 20 Doppelbahnen hieß es dann so schnell wie möglich wieder raus aus dem Wasser und sich mit den schon bereitstehenden Läufern abklatschen. Auch Arnim Sentler aus Pech, zum zweiten Mal mit dabei, hatte sich viel vorgenommen: „Das ist echt nett, so eine Herausforderung. Sonst gehe ich immer joggen, aber heute habe ich mir ein bisschen mehr vorgenommen.“

Der Spaßtriathlon, einst als Stammtischidee geboren, ist inzwischen eine professionell organisierte Veranstaltung. Dafür sorgte auch Volker Kram, der mit seiner Sport-Service-Firma für alle Daten und Fakten rund um den „Friesathlon“ verantwortlich zeichnete. „Im Vergleich zu großen Sportveranstaltungen ist das hier natürlich alles wesentlich einfacher. Das Wichtigste für die Teilnehmer ist, dass am Schluss die Endzeiten stimmen.“

„Beim Friesathlon kann jeder mitmachen, der Lust hat“, erklärte Willi Kirschfink vom Friesathlon- Organisationsteam. „Und mit diesem Friesathlon können wir uns über insgesamt 1111 Teilnehmer in neun Jahren freuen“, sagte Kirschfink. Im Einzelstart belegte den ersten Platz Gero Sieberger mit einer Zeit von 1 Stunde, 6 Minuten und 15 Sekunden. Vorjahressieger Rolf Didjurgies landete mit einer Zeit von 1:07,15 dieses Mal auf Platz zwei, Dritter wurde Jakob Kube mit 1:10,02.

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