Ausstellung im Forschungszentrum: Vier Künstler der Region spielen mit Raum und Zeit

Ausstellung im Forschungszentrum : Vier Künstler der Region spielen mit Raum und Zeit

Selten spiegelt sich die Architektur eines Gebäudes in einer Kunstausstellung wider. Bei der seit Ende Juni laufenden Ausstellung "Ursprung und Wandlung" im Forschungszentrum Caesar hingegen scheinen die Räumlichkeiten einen Rahmen um die Werke der vier Künstler aus der Region Ahr und Eifel zu bilden.

Immer wieder schweift der Blick des Betrachters von den Arbeiten auf die Spiegelwände oder die raumhohe Verglasung des Gebäudes. "Es passt hier alles perfekt. Die Ausstellung lebt in diesen Räumen", sagte der freischaffende Maler Wolfgang Kutzner am Freitag bei einer Führung.

Erstmals stellt Kutzner mit Gudrun Näkels, Werner Bitzigeio und Rainer Hess gemeinsam aus. "Wir arbeiten schon länger gemeinsam. Daher kamen wir auf die Idee, es einfach umzusetzen", sagte der Maler. Seine Vorliebe für die römische Antike zeigt er in gegenständlichen Arbeiten mit Köpfen und Statuen und der Nutzung entsprechender Farbtöne aus der Epoche. Auch gegenstandslose Bilder mit quadratischen Formen zählen zu seinen Werken.

"Mir geht es um die Freude am Farbspiel. Ein Quadrat ist neutral, da zählt nur die Farbe", erzählte er während der Führung. Die großflächigen Skulpturen aus Drahtgeflecht von Bitzigeio sind in weiten Räumen des Gebäudes ausgestellt. Der Rost auf den Werken steht für die Zeit, die auf die Skulptur einwirkt. "Die Zeit wird diese verändern", erklärte Kutzner. Die Grafikerin Näkels arbeitet vorwiegend mit Lacken und Tusche. "Der Mensch ist das große Thema ihrer Werke", betonte Kutzner. Auch ihre Figurationen erinnern im Ausdruck an die Antike.

Der Weinliebhaber und Künstler Rainer Hess zeigt in seinen Arbeiten Traubendrucke und mystische Weingeister. "Seine Liebe ist der Wein, er ist Winzer und Künstler mit Herz", sagte Kutzner. Hess arbeite mit einer Presse, er nutze unterschiedliche Rebsorten. "Am Ende entstehen auf den Bildern verschiedenste Farbnuancen. Der Zufall wirkt im Prozess des Schaffens mit, das ist wirklich spannend", sagte der Maler.

Info

Die Ausstellung ist bis zum 4. August im Caesar, Ludwig-Erhard-Allee 2, jeweils montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr, zu sehen. Der Eintritt ist frei.