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Projektchor des Clara-Fey-Gymnasiums: Uraufführung einer selbst komponierten Messe

Projektchor des Clara-Fey-Gymnasiums : Uraufführung einer selbst komponierten Messe

Das Clara-Fey-Gymnasium (CFG) hat gestern eine Messe in Gedenken an seine Namensgeberin gestaltet. Die gesamte Schulgemeinde pilgerte um halb neun in die Kirche Sankt Marien und wartete auf einen ganz besonderen Gottesdienst.

Das Auditorium bekam die Uraufführung einer selbst komponierten Messe von Torben Zepke, der im dritten Jahr Musik und Deutsch am CFG lehrt, zu hören.

"In die Komposition der Messe habe ich rund 250 Arbeitsstunden gesteckt. In den Weihnachtsferien war sie dann komplett", sagte Zepke nach der Aufführung zufrieden. Eingeübt und vorgetragen wurde sie von einem siebzigköpfigen Projektchor des Clara-Fey-Gymnasiums, bestehend aus Schülern, Lehrern, Eltern und Ehemaligen. "Der Projektchor besteht im Grunde seit unserer 100-Jahr-Feier aus dem Jahre 1996. Natürlich mit einer gewissen Fluktuation", so Joachim Meurer, Lehrer am CFG. Begleitet wurde der Chor von einem Streichorchester des Gymnasiums.

Mehr als ein halbes Jahr probten Chor und Orchester die Stücke der Messe unter der Leitung von Chorleiter Ulrich Burger-Engwald, der die Musiker gestern auch auf der Empore der Kirche dirigierte. Birgit Heinen, Schulleiterin des CFGs, erwähnte besonders das Gemeinschaftsgefühl, das durch das Projekt gefördert wird und "auch Teil der Schulphilosophie ist". Nachdem die Messe gelesen war und die anderen Schüler wieder zurück zur Schule gingen, stellte sich der Chor erneut auf und sang alle Stücke ein zweites Mal. Der Grund dafür ist ein besonderer: "Einer meiner Kollegen hatte die Idee, sich mit der Messe für den Katholikentag im kommenden Jahr in Leipzig zu bewerben", so Zepke. Somit wurde eine Sicherungsaufnahme der Stücke ohne Störgeräusche wie Husten oder Beifall für die Bewerbung aufgenommen. "Wir erhoffen uns, mit den Stücken im Rahmen einer der Messen des Katholikentages auftreten zu können", sagte Joachim Meurer.

"Ich bin sehr dankbar, dass Schüler, Eltern und meine Kollegen so gut mitgearbeitet haben", sagte Zepke. Auch die Mitwirkenden waren zufrieden: "Es macht Spaß, nach den ganzen Proben das vollendete Gesamtwerk zu hören", so Verena Boje, ehemalige Schülerin am CFG.