Aloisiuskolleg (Ako): Unterbringung von Flüchtlingen: Stadt soll Ablehnung überdenken

Aloisiuskolleg (Ako) : Unterbringung von Flüchtlingen: Stadt soll Ablehnung überdenken

In der Diskussion um die vom Aloisiuskolleg (Ako) angebotene mietfreie Unterbringung von Flüchtlingen in einem leeren Internatsgebäude melden sich zwei Politikerinnen zu Wort.

Sie freue sich sehr, dass Ako-Rektor Pater Johannes Siebner der Stadt großzügige Unterstützung bei der Flüchtlingshilfe angeboten habe, erklärt Bezirksbürgermeisterin Simone Stein-Lücke (CDU). "Das nenne ich Mitmenschlichkeit und Verantwortung. Genau diese kann ich allerdings nicht erkennen, wenn die chronisch klamme Stadt ohne Grund ein solches Angebot ausschlägt und gleichzeitig die Flüchtlinge mit Steuermitteln in Hotels einquartiert." Die Entscheidung müsse dringend überdacht und revidiert werden, so Stein-Lücke.

Wie berichtet, prüft die Stadt jeden möglichen Standort eingehend auf seine Eignung, äußert sich aber generell nicht öffentlich über Gründe für Absagen. Auch SPD-Fraktionschefin Bärbel Richter zeigt zum jetzigen Zeitpunkt Unverständnis für die Entscheidung der Verwaltung.

"Eigentlich müsste die Stadt für Flüchtlinge, die in großer Not kommen, alle Unterbringungsangebote annehmen." Sie werde sich kundig machen, was gegen die Unterbringung von Flüchtlingen im Jägerhaus auf dem Ako-Kollegsgelände spreche, kündigte Bärbel Richter an.