Wie läuft es eigentlich mit...?: Stresstest für Autofahrer und Anwohner

Wie läuft es eigentlich mit...? : Stresstest für Autofahrer und Anwohner

Baustellen sorgen an einigen Orten in Bad Godesberg und Wachtberg für geänderte Verkehrswege. Die Auswirkungen sorgen zum Teil für große Probleme. Wir schauen, wie schwer die Behinderungen wirklich wiegen.

Mehrere Baustellen machen den Autofahrern in Bad Godesberg aktuell das Leben schwer. Neben der Großbaustelle am Römerplatz finden nach Auskunft der Stadt Bonn Arbeiten in der Aennchenstraße, der Turmstraße, am Steubenring und der Meckenheimer Straße statt. Doch wie schwer wiegen die Verkehrsbehinderungen wirklich?

Römerplatz: Der Umbau des Platzes zu einem Kreisverkehr sorgt derzeit für zwei Sperrungen: Die Verbindungen von der Rüngsdorfer- und Karl-Finkelnburg Straße zum Römerplatz sind dicht, weshalb beide Straßen derzeit Sackgassen sind. Dies führt auch dazu, dass die Buslinie 613 und der Nachtbus N7 über die Ubierstraße und Rheinallee umgeleitet werden müssen, auch ist die Haltestelle „Erlöserkirche“ aufgehoben. Was den Autoverkehr rund um den Platz betrifft, ist Monika Gottmann vom Rüngsdorfer Ortsausschuss vor allem ein Problem aufgefallen: „Einige Leute missachten die Einbahnstraßen in der Cäsarius- und Heisterbachstraße.“ Zudem sei der Verkehr in den Seitenstraßen angestiegen, was besonders dann problematisch werde, wenn es zu Begegnungen mit Lastwagen komme.

Aennchenstraße: Die Kanalarbeiten werden nach Angaben der Stadt voraussichtlich bis zum 5. Mai abgeschlossen sein. Ursprünglich sollte bis zum 28. April alles fertig sein, witterungsbedingt haben sich diese laut der Stadt jedoch verzögert. Bis dahin ist das Teilstück zwischen Friesdorfer und Truchseßstraße gesperrt. Der Verkehr in Richtung Bad Godesberg-Mitte wird über die Wörth- und Truchseßstraße umgeleitet, weshalb laut einer Anwohnerin deutlich mehr Autos als üblich durch die beiden Straßen fahren. „Ich wohne nach hinten raus, aber Bekannte wohnen an der Straßenseite und fühlen sich vom Verkehrslärm schon erheblich belästigt“, sagt sie.

Turmstraße: Wegen des Kanalbaus ist die Straße im Abschnitt zwischen Wurzer- und Plittersdorfer Straße komplett gesperrt, und der Verkehr wird über die Leonardus- und Steinstraße umgeleitet. Die Linie 611 fährt in diesem Bereich zudem eine geänderte Route. „Für eine kleine Straße sind das große Einschränkungen, die zu Engpässen führen“, sagt Gereon Lindlar, Vorsitzender des Plittersdorfer Ortsausschusses. Zwar seien ihm keine Verkehrsprobleme durch die Baustelle bekannt, dafür hätten sich aber Anwohner über den langsamen Verlauf der Arbeiten beschwert. Der einst anvisierte Abschluss Ende März ist von der Stadt inzwischen auf Mitte Juni korrigiert worden.

Steubenring: Wie bei der Aennchen- und Turmstraße wird auch am Steubenring der Kanal erneuert, wodurch das Stück bis zur Europastraße gesperrt ist. „Auch hier ist die Verkehrsbelastung trotz der Baustelle gering“, sagt Lindlar. Dies werde dadurch begünstigt, dass es kaum Durchgangsverkehr gebe.

Meckenheimer Straße: Für den dritten Bauabschnitt des Mehlemer Entlastungskanals ist die Meckenheimer Straße seit September zwischen An der Nesselburg und Schützengraben komplett gesperrt. Der Verkehr wird in diesem Bereich über den unteren Teil der Meckenheimer Straße, die Hagen- und Mainzer Straße umgeleitet. Laut Walter Omsels, Vorsitzender des Ortsausschusses Mehlem, führt die Sperrung vor allem zu einem großen Problem: „Wenn Eltern ihre Kinder morgens zur französischen Schule fahren, herrscht dort das reinste Chaos. Da der Verkehr nicht abfließen kann, müssen alle vor der Sperrung in der engen Straße drehen.“ Eine zu hohe Belastung auf der Umleitungsstrecke habe er jedoch bislang nicht feststellen können. Erleichtert ist Omsels zudem darüber, dass die Mainzer Straße nach dem Abschluss der dortigen Arbeiten am Entlastungskanal wieder frei ist.