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GA-Aktion Godesberger Treff: Stadt reagiert auf Beschwerden der Bürger

GA-Aktion Godesberger Treff : Stadt reagiert auf Beschwerden der Bürger

Zerschlagene Flaschen, ungepflegte Baumbeete: Bürger haben bei der GA-Podiumsdiskussion „Godesberger Treff“ Ende April die fehlende Sauberkeit in Bad Godesberg bemängelt und angeregt, Fotos von konkreten Beispielen zu sammeln, um sie der Verwaltung vorzulegen. Die Stadt Bonn und Bonnorange haben mittlerweile auf die Bürgerbeschwerden reagiert.

Koblenzer Straße: Ein Leser monierte in seiner E-Mail an den GA den Zustand des Bodenbelags an der Koblenzer Straße. Die Pflastersteine seien dreckig und mit alten Kaugummis behaftet. Auch die Baumscheiben am Rand der Straße seien unansehnlich. Das „Herzstück“ Bad Godesbergs, das viel Geld gekostet habe, sehe inzwischen verwahrlost aus. Jasmin Mangold von Bonnorange berichtete, dass der Bereich der Fußgängerzone an der Koblenzer Straße im Sommer siebenmal pro Woche manuell und sechsmal die Woche maschinell gereinigt werde. Im Winter finde die Reinigung einmal wöchentlich statt, bei Bedarf öfter. Ein Problem stellten die Kaugummi-Abdrücke dar. Bonnorange besitze keine geeignete Maschine, um sie zu entfernen. Das liege vor allem daran, dass solche Geräte sehr teuer seien (20 000 bis 50 000 Euro). Insofern könne man die Bürger, so Mangold, lediglich sensibilisieren, Kaugummis nicht auf die Straße zu spucken.

Rheinstraße/Andreasstraße: Ein weiterer Leser berichtete, dass der Kirchplatz von Sankt Andreas in Rüngsdorf mehr und mehr zur Mülldeponie verkomme. Dort gebe es drei Glascontainer und zwei Altkleidercontainer, die häufig von Durchfahrenden auf dem Weg zum Rhein genutzt würden. Überflüssiger Müll werde anschließend in drei kleinen Eimern auf dem anliegenden Kirchplatz entsorgt. Die Seite des Kirchplatzes an der Rheinstraße werde von den Anwohnern deshalb bereits „Müllzone“ genannt. Jasmin Mangold versprach, in Zukunft verstärkt auf den Zustand des Containerstandorts zu achten. Bei Bedarf werde man dort zusätzliche Reinigungen durchführen. Die Errichtung weiterer Mülleimer halte sie für weniger sinnvoll. „Wir versprechen allerdings, auch das zu prüfen“, versicherte sie. Der Stadtordnungsdienst unterstütze den Entsorgungsbetrieb außerdem durch Streifen, sagte Carsten Sperling von der Verwaltung. Auf diese Weise wolle man Verursacher ermitteln und Verschmutzungen zeitnah erkennen.

Bonner Straße: Reichlich Ärger rief der Zustand der Baumscheiben an der Bonner Straße hervor. Nach der Recherche eines Lesers werden diese Flächen von einem Gärtnerbetrieb gepflegt. Danach sähen die Baumscheiben jedoch keinesfalls aus. Des Weiteren stünden dort sein Längerem herrenlose Fahrräder. Das Amt für Stadtgrün bestätigte, dass eine Fachfirma die Pflege der Flächen übernehme. Die Bepflanzung entspreche dem, was in einer Durchgangsstraße vorgesehen sei, hieß es. Um die herrenlosen Fahrräder hat sich der Stadtordnungsdienst bereits gekümmert. Sie sind weggeräumt.

Kurpark: Auch Godesbergs zentraler Park hat offenbar ein Müllproblem. Eine Leserin schickte Fotos von einer Parkbank, an der eine Gruppe reichlich Bier getrunken haben muss. Sie selbst habe den Kasten und die herumliegenden Glasflaschen später entsorgt. Dass solche Fälle im Kurpark keine Seltenheit sind, weiß Bonnorange. Zwar werde dort täglich gereinigt, doch sei das häufig nicht genug. Bei Bedarf müsse ein konkreter Auftrag durch den Stadtordnungsdienst erfolgen, so Mangold.

Graffiti:Weitere Leser haben Bilder von Graffiti geschickt. Die Stadt ist allerdings nur zum Eingreifen befugt, wenn es sich bei den beschmierten Gebäudewänden um städtisches Eigentum handelt. In anderen Fällen müssen die Hauseigentümer selbst überstreichen.