Maskenball auf der Godesburg: Spagat zwischen Brauchtum und Moderne

Maskenball auf der Godesburg : Spagat zwischen Brauchtum und Moderne

Neue Wege ist die Allgemeine Karnevalsgesellschaft Prinzengarde 1947 (AKP) im vergangenen Jahr mit ihrem Maskenball auf der Godesburg gegangen. "Wir wollten mit dem Maskenball alte Traditionen wieder aufleben lassen und eine Alternative zum Sitzungskarneval anbieten", sagt Louis Salz, Vorsitzender und Kommandant des Corps d'Artillerie.

Heraus kam in der vergangenen Session eine unterhaltsame und farbige karnevalistische Rundreise vom italienischen Venedig bis zur großen Brasil-Show.

"Deshalb werden wir in dieser Session dieses in der Region einmalige Event mit großem Engagement in den außergewöhnlichen Räumen der Godesburg wieder veranstalten", so Salz. Seit Jahren versucht die AKP sich "im Spagat zwischen Brauchtum und Moderne", erläutert Salz, für die AKPisten auch "El Comandante".

Der Maskenball soll eine unlukrative Prunksitzung ersetzen - denn davon gebe es in Godesberg, Bonn und Umgebung schlicht zu viele, ist Salz überzeugt. Seine Diagnose: "Austauschbare und zu teure Programme. Und mit dem Maskenball sprechen wir sowohl altes als auch neues Klientel an."

Neben der Topveranstaltung auf der Godesburg stehen vor allem die Reiter im Fokus des Vereins. "Das Corps d'Artillerie wurde von mir vor elf Jahren auf Basis der alten Waffengattung Artillerie gegründet und zählt heute mit 85 Mitgliedern mit Abstand zu den größten Gruppierungen des Vereins", so Salz.

"Ziel war es, eine neue Kombination aus aktiver und inaktiver Mitgliedschaft zu gestalten, die all denjenigen Platz bietet, die den Spaß am Karneval mit einer Mitgliedschaft in einer Traditionsgarde verbinden wollen." Die berittene Abteilung des Corps führte zur Wiederbelebung des eigentlichen Reitercorps unter Kommandant Andreas Löbbing und feiert in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bestehen.

Zum elften Mal veranstaltet die AKP mit der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft und unter dem Titel "Jecke und Schützen" das Tollitätenschießen im Schützenhaus an der Friesdorfer Straße 242 a. "In der Zwischenzeit ist es schon Tradition geworden, dass wir dort unser Tollitätenschießen durchführen", freut sich Salz. In der vergangenen Session nahmen mehr als 30 Tollitäten aus der Region mit Gefolge und Kinderprinzenpaare am Schießen teil: "In der Region definitiv einmalig", so der Vorsitzende.

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