Orchester am Aloisiuskolleg: Solo-Auftritte zum krönenden Abschluss

Orchester am Aloisiuskolleg : Solo-Auftritte zum krönenden Abschluss

Mit einem lachenden und weinenden Auge gingen sechs Musiker und Musikerinnen des Orchesters am Aloisiuskolleg am Sonntagabend in das Konzert in der Kirche St. Marien. Für sie war es wegen des bevorstehenden Schulabschlusses das letzte Konzert. Vier von ihnen durften deswegen als Solisten auftreten.

Unterstützt wurde das 67-köpfige Orchester von Léa Villeneuve (Querflöte) und Daniel Noll (Harfe), Studierende der Carl Maria von Weber Musikhochschule in Dresden. Die Musiker eröffneten furios mit einer Ouvertüre aus der Oper „L'isola disabitata“ von Joseph Haydn. „Ein Sturm- und Drang- Stück.

Die spielen das mit so viel Schwung, das passt gut zu den Jugendlichen“, so Leiter Robert Wittbrodt. Das Hauptstück des Abends, ein Doppelkonzert für Harfe und Flöte von Wolfgang Amadeus Mozart, führten die beiden Absolventen Marie Werkhausen (Konzertmeisterin) und Thomas Conzen (Stimmführer Cello-Gruppe) an.

In einem Konzert für zwei Violinen, Cello und Streicher von Antonio Vivaldi durften die beiden Absolventinnen Frederike Kolk und Melanie Goralski als Solo-Violinistinnen ihr Können unter Beweis stellen. Melanie ist seit der achten Klasse im Ako-Orchester. Nach ihrem Abitur würde sie am liebsten eine Ausbildung zur Orgelbauerin bei Orgelbau Klais in Bonn machen.

Die Geige wird ein fester Bestandteil ihres Lebens bleiben, da ist sie sich sicher. Frederike ist seit sechs Jahren dabei. „Es war echt eine schöne Zeit. Man wird das schon vermissen, weil man so viele Erfahrungen mitnehmen konnte“, sagte sie. Beruflich zieht es sie für ein BWL- und Kommunikationswissenschaftsstudium an eine Universität nach Ostdeutschland, die Geige soll sie hobbymäßig auch weiterhin begleiten.

In einem zeitgenössischen Stück im keltischen Stil von Hans-André Stamm konnte Nicolas Büscher als Solist glänzen. Seit der sechsten Klasse ist er musikalisch am Ako aktiv und wird das Orchester vermissen: „Die Zeit im Orchester fand ich echt richtig toll. Die Probenfahrten in die Eifel waren immer richtig witzig. Die Orchesterfahrt in die Türkei war auch richtig gut“, schwärmte er. Wie es für ihn in Zukunft weitergeht, lässt er sich noch offen.

Mit dem Concertino für Posaune von Ernst Sachse hatte Justin Uphus seinen Solo-Auftritt. Seit drei Jahren spielt er im Orchester mit. Ob es musikalisch für ihn eine Zukunft gibt, weiß er noch nicht, denn er möchte Medizin studieren. Besonders gut gefallen haben ihm während seiner Zeit die Gemeinschaft im Orchester und die „ziemlich witzigen Proben“ mit Wittbrodt und Paul Schendzielorz.

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