Selbst in der Pause wird gespielt: So läuft das Feriencamp der Bonn Capitals

Selbst in der Pause wird gespielt : So läuft das Feriencamp der Bonn Capitals

51 Jungen und Mädchen nehmen in den Sommerferien an einem Camp der Bonn Capitals teil. Dort erhalten die Kinder einen Einblick in das Baseballspiel.

Von der Schulbank aufs Baseballfeld: So lautet die Devise der 51 Jungen und Mädchen im Feriencamp der Bonn Capitals. Hier können junge Baseball-Interessierte erste Erfahrungen mit Handschuh, Ball und Schläger sammeln oder ihr bisheriges Können verbessern. Zu den Fortgeschrittenen zählt zum Beispiel Jana. Die Elfjährige spielt bereits seit sechs Jahren „Soft- und Teeball“ bei den Capitals. Dabei handelt es sich um Varianten des Baseballs.

Wenn die Kinder morgens an der Anlage ankommen, frühstücken sie zuerst. Danach gibt es eine Teambesprechung, und die Kinder können ihr Feedback über den vorigen Tag abgeben. Nach dem gemeinsamen Aufwärmen teilt sich die Gruppe in mehrere Kleingruppen auf. In dieser Konstellation bringen die Trainer den Kindern das „Schlagen, Werfen, Fangen und Laufen“ bei, so die Leiterin des Camps und zweite Vorsitzende des Vereins, Ute Heid. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Siegbert Heid organisiert sie das Feriencamp seit zehn Jahren.

Unterstützt werden die beiden von Otto Kuck, der mit immer neuen Ideen und großem Engagement einen reibungslosen Tagesablauf ermöglicht. In den Camps halten sich Trainer und Leiter an pädagogische Grundsätze; so gibt es zum Beispiel feste Ansprechpartner für die Sechs- bis 15-Jährigen. Die Trainer sind alle Bundesligaspieler, Christopher Goebel sogar Nationalspieler.

Schon früh das Interesse am Baseball entdeckt

Mittags gönnen sich Kinder, Jugendliche und Trainer eine Auszeit. Nach dem Essen haben sie eine Pause, in der sie machen können, was sie wollen. Trotzdem spielen viele Kinder auch während der Pause weiter, weil es ihnen so viel Spaß macht. Wie Phil, Connor und Konrad. Die drei üben in ihrer freien Zeit das Werfen und Fangen.

Phil ist der jüngste Teilnehmer im Camp und wird von Heid als „kleines Naturtalent“ bezeichnet. „Ich habe den ersten Homerun aus meiner Gruppe geschlagen“, erzähltder Sechsjährige. Connor (8) ist schon zum zweiten Mal dabei. Inspiriert durch seine amerikanische Mutter, entdeckte er früh sein Interesse am Baseball und spielt auch außerhalb der Feriencamps im Verein.

Lennard ist dagegen ganz von selbst auf die Sportart gekommen. Regelmäßig verfolgt er die Spiele der Bonn Capitals und hat nun endlich die Möglichkeit, eigene Erfahrungen zu sammeln. „Ich habe es mir wirklich so vorgestellt“, sagt der Achtjährige zufrieden.

Aus Erfahrung kann Ute Heid sagen, dass das Intensivtraining immer und für alle Teilnehmer erfolgreich ist. „Die Grundregeln des Baseballs hat jedes Kind nach einer Woche drauf.“

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