Kommentar zu überklebten Schildern im Wald: Sinnlose Arbeit

Kommentar zu überklebten Schildern im Wald : Sinnlose Arbeit

Immer wieder werden von Unbekannten im Godesberger Stadtwald Schilder überklebt. Unsere Kommentatorin meint: Ob Schilder einen Wald verschönern, darüber kann man streiten, aber sie scheinen notwendig zu sein.

Auch Jahre, nachdem die Stadt Trampelpfade im Stadtwald mit Schildern gesperrt hat, mögen sich Bürger damit offenbar nicht abfinden. Dabei liegt es auf der Hand, dass bei mehr als 300.000 Menschen in einer Stadt nicht alle im dazugehörigen Stadtwald herumlaufen können, wie es ihnen passt.

Ob Schilder einen Wald verschönern, darüber kann man streiten, aber sie scheinen notwendig zu sein. Ausgerechnet die, die durch ständiges Überkleben wertvolle Arbeitszeit binden, die sinnvoller im Wald eingesetzt wäre, werfen der Stadt nun Steuergeldverschwendung vor. Zur Geldverschwendung trägt der Vandalismus auf jeden Fall bei, die zusätzliche Arbeit der Forstarbeiter ist völlig sinnlos.

In der Argumentation der Sperrungsgegner wurden auch historische Wegebeziehungen erwähnt, die man nicht zerstören dürfe. Wenn es alleine danach geht, dann müssten Autos auf dem Bonner Münsterplatz parken und Straßenbahnen durch die Sternstraße rollen. Auch das ist belegte Geschichte. Doch Verkehrsbeziehungen ändern sich und müssen sich den Bedürfnissen von Mensch und Tier anpassen.

Die Plakatkleber fordern Passanten ausdrücklich zu E-Mails an lokale Redaktionen auf. Aber die Sachlage hat sich nach aktueller Recherche nicht geändert. Die Natur braucht im Ballungsgebiet einfach ein paar Rückzugsorte. Statt sinnlose Gefechte zu führen, sollten Waldspaziergänger lieber die Natur genießen. Und zwar von den regulären Wegen aus.

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