Bahnverkehr: Reisende brauchen noch Geduld

Bahnverkehr : Reisende brauchen noch Geduld

Die Arbeiten am Bad Godesberger Bahnhof gehen voran – es gibt aber viele Baustellen. Ende November soll es Neuigkeiten zum Stand der Arbeiten und zum Zeitplan geben.

Es ist schon viel passiert am Bad Godesberger Bahnhof – an einigen Stellen muss die Deutsche Bahn aber noch ran bei ihren Sanierungsarbeiten. Und das schon bald, denn noch im September hatte das Verkehrsunternehmen mitgeteilt, dass die Fertigstellung des Bahnhofs zum Jahresende erfolgen soll. Doch noch fahren die Aufzüge nicht, Teile der Bedachung auf den Bahnsteigen fehlen und die Bahnhofshalle sieht teilweise auch noch aus wie eine Baustelle.

Zum Fortgang der Arbeiten konnte die Pressestelle der Deutschen Bahn am Freitag auf Anfrage nichts sagen. „Die Projektgruppe setzt sich jetzt noch einmal zusammen, um ihre Abläufe zu koordinieren“, so ein DB-Sprecher. Ende November soll es dann Neuigkeiten zum Stand der Arbeiten und zum Zeitplan geben.

Betritt man den Bahnhof, fällt der Blick sofort auf die Enden der Doppel-T-Träger die gegenüber des Eingangs aus der Wand ragen. Darüber fällt durch schmutzige, teils eingeschlagene Fensterscheiben Tageslicht in die Halle, durch die täglich Reisende zu den Zügen pilgern. Neben dem Abgang, der zu den Gleisen führt, ein leerer Aufzugschacht. Abgesperrt, genau wie die beiden weiteren Aufzüge, die zwar eingebaut, aber noch nicht funktionstüchtig sind.

Wenige Treppenstufen tiefer ergibt sich da schon ein ganz anderes Bild: Im mittlerweile gut beleuchteten Tunnel strahlen weiße Kacheln an den Wänden, an denen neue Infokästen hängen. Verschwunden ist der Kabelsalat aus schwarzen Leitungen, der hier noch vor wenigen Wochen aus der Wand ragte.

Geöffnet sind seit einiger Zeit auch die Treppen zu den Bahnsteigen. Hier fehlt teilweise noch die Überdachung, an den Enden sind jeweils noch Absperrungen zu finden, hinter denen sich Müll sammelt. Bis zu diesen Stellen sind die Bahnsteige aber saniert – sauber blitzende Sitzbänke und windgeschützte Wartebereiche inklusive, in denen sich wegen der kalten Temperaturen zu jeder Zeit die Fahrgäste aufhalten. Gähnende Leere herrscht hier zurzeit nur im Snackautomaten, der noch nicht befüllt ist.

„Vor allem die Unterführung hatte es nötig, überholt zu werden“, sagt Dirk Münstermann. Er pendelt täglich zwei Stunden mit der Bahn aus Aachen zu seiner Arbeitsstelle in Bad Godesberg. Ihm pflichtet eine Frau aus Bad Breisig bei. „Der Tunnel sieht so viel freundlicher aus“, sagt sie. „Als Frau fühlt man sich hier jetzt viel sicherer.“

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