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Internationaler Wettbewerb: Quantenmechanik leicht erklärt

Internationaler Wettbewerb : Quantenmechanik leicht erklärt

Der Bad Godesberger Jake Joo ist mit einem Film unter den letzten 30 Teilnehmern eines internationalen Wettbewerbs. Der Schüler der Bonn International School hat ein Video über den Welle-Teilchen-Dualismus der Quantenmechanik gedreht.

Konzepte wie Schrödingers Katze oder die Heisenberg'sche Unschärferelation kennt man vielleicht noch aus dem Physikunterricht, doch für die meisten blieben sie ein Buch mit sieben Siegeln. Über Quantenmechanik zerbrechen sich die klügsten Geister unserer Zeit die Köpfe – und der 13-jährige Jake Joo.

Der Schüler der Bonn International School hat ein Video über den Welle-Teilchen-Dualismus der Quantenmechanik gedreht und es damit ins Halbfinale der internationalen, naturwissenschaftlich orientierten „Breakthrough Junior Challenge“ geschafft. Damit ist er einer der letzten 30 Bewerber aus insgesamt 16 Ländern, die noch im Rennen sind. Organisiert wird der Preis von der Chan Zuckerberg Initiative der Kinderärztin Priscilla Chan und von ihrem Mann, Facebook-Gründer Mark Zuckerberg.

Jake, eigentlich Seung-Bin, kam vor sechs Monaten nach Bonn. „Ich ziehe viel um. Mein Vater ist Diplomat, also sind wir alle zwei Jahre in einem anderen Land“, erklärte der in Australien geborene Sohn koreanischer Eltern.

Auf Facebook abstimmen

Jetzt ist er auf die Hilfe der Öffentlichkeit angewiesen: Bis zum 9. November kann man auf der Facebook-Seite von Breakthrough (@BreakthroughPrize) für sein Video „abstimmen“, sprich: es teilen, „liken“ oder anderweitig darauf reagieren. Das Video, das die meisten positiven Reaktionen erhält, kommt automatisch ins Finale.

Der Welle-Teilchen-Dualismus ist laut Jake „das zentrale Rätsel“ der Quantenphysik. Dabei geht es darum, dass sich Objekte gleichzeitig wie Teilchen und wie Wellen verhalten können. In seinem Video erklärt Jake die komplexen Sachverhalte so einleuchtend, als wären es die Regeln von Mau-Mau.

Er wollte ein aktuelles Thema behandeln, daher fiel die Wahl auf die Quantenmechanik, erklärt er: „Es ist richtig cool. Es gibt so viele verschiedene Aspekte.

Seit dem fünften Schuljahr von Physik fasziniert

Seine Faszination für die Physik entdeckte Jake in der fünften Klasse. Er erinnert sich, wie sein Lehrer damals darauf hinwies, dass sie beim Blick in die Sonne eigentlich sähen, wie sie vor acht Minuten aussah. „Das hat mich damals so fasziniert“, sagte Jake. Er las ein Buch über Relativitätstheorie und verschlingt seitdem alles, was er zum Thema finden kann.

Eine Karriere in den Naturwissenschaften kann er sich gut vorstellen. Der Wettbewerb könnte ihm dabei helfen: Der Gewinner darf sich über ein Hochschulstipendium im Wert von 250.000 Dollar (circa 225.000 Euro) freuen. Seine Schule bekommt darüber hinaus ein neues Wissenschaftslabor im Wert von rund 90.000 Euro.