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46 Personenkontrollen: Polizei erteilte Platzverweise in Bad Godesberg

46 Personenkontrollen : Polizei erteilte Platzverweise in Bad Godesberg

Ordnungsamt und Polizei gingen am Samstagabend gemeinsam in Bad Godesberg auf Streife und kontrollierten 46 Personen. Von einem Schulgelände wurden sechs Personen verwiesen.

Einen konzentrierten Einsatz mit Zivilstreifen als auch mit uniformierten Kräften führte die Polizei gemeinsam mit Kräften des städtischen Ordnungsaußendienstes am Samstag im Raum Bad Godesberg durch. Nachdem mehrere neuralgische Orte zunächst von Zivilstreifen angefahren worden waren, überprüftes die Einsatzkräfte zwischen 19 und 2 Uhr insgesamt 46 Personen. Wie Polizeisprecher Robert Scholten mitteilte, erteilten Beamte gegen 22.45 Uhr nach erfolgter Überprüfung sechs Personen einen Platzverweis von einem Schulgelände am Woltersweiher. Zuvor hatten sie eine Personenkontrolle im Bereich der unteren Godesburg durchgeführt. Dabei wurden alkoholische Getränke, die die minderjährigen Jugendlichen bei sich hatten, ausgegossen

Gegen 23.15 Uhr überprüften die Einsatzkräfte 38 Personen im Bereich der Rheinaue nahe der Hauptzufahrt und durchsuchten hierbei zwei Personen. Weitergehende polizeiliche Maßnahmen waren hier der Polizei zufolge nicht erforderlich.

Vier Anzeigen wegen Verstoßes gegen Betäubungsmittelgesetz

Der sogenannte Interventionseinsatz gehört zur polizeilichen Strategie, das subjektive Sicherheitsempfinden der Bevölkerung zu verbessern, so Scholten. Trauriger Auslöser seien ja die Diskussionen nach dem Tod von Niklas Pöhler gewesen, als von Bürgern insbesondere die Situation rund um das Rondel an der Rheinallee immer wieder als nicht sicherer Ort genannt worden sei. Die Bonner Polizei habe seitdem ihre Präsenz an bestimmten Orten, wo das Sicherheitsempfinden besonders leide, deutlich erhöht, so Scholten.

Dabei gehe es insbesondere auch um solche Orte, wo sich in der Regel viele Gruppen von Jugendlichen aufhalten. „Auch am Samstag waren das keine besonders dramatische Situationen. Aber wir beobachten, dass unsere Präsenz Wirkung zeigt“, so Scholten. Am Samstag habe es nach den fast 50 Überprüfungen lediglich vier Anzeigen wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz gegeben. „Wir haben gerade jetzt in der Ferienzeit beobachtet, dass auch die Situation in den Parkanlagen sehr beruhigt war. Unsere Einsatzkräfte werden immer wieder angesprochen, wobei es meistens nicht einmal um konkrete Fälle geht, sondern lediglich um Small Talk. Doch auch die entspannte Kommunikation trägt ja zum subjektiven Sicherheitsempfinden bei“, so Scholten.