Ehemalige Klangstation: Politik stimmt für Bad Godesberger Fahrradparkhaus

Ehemalige Klangstation : Politik stimmt für Bad Godesberger Fahrradparkhaus

Die ehemalige Klangstation wird zum Parkhaus für Fahrräder. Das hat die Politik beschlossen. Auch eine öffentliche Toilette soll nun entstehen.

Die ehemalige Klangstation im Bahnhof Bad Godesberg wird zur Radstation umgebaut. Dies haben diese Woche sowohl die Bezirksvertretung als auch der Stadtrat einstimmig beschlossen. Somit wird es im Bahnhofsgebäude zukünftig ein Parkhaus für Fahrräder mit 192 Stellplätzen im automatisierten Betrieb sowie einen Servicebereich mit dazugehöriger Werkstatt geben.

War dies im Vorfeld zunächst nicht angedacht, soll nun auch eine öffentliche Toilette mit in die Planungen aufgenommen werden. Auf Antrag der FDP werden zusätzlich Vorschläge aus der dritten Bad Godesberger Leitbildkonferenz in das Baukonzept aufgenommen.

Jetzt muss die Stadt Bonn die Bauarbeiten mit der Deutschen Bahn, Eigentümerin des Gebäudes, abstimmen und einen entsprechenden Mietvertrag aufsetzen. Anschließend wird der Betrieb des Parkhauses öffentlich ausgeschrieben.

„Wir freuen uns auf die Radstation“, betonte Monika Heinzel (Grüne). Der Bedarf nach einer sicheren Unterbringung für Fahrräder könne endlich gedeckt werden. Auch eine öffentliche Toilette werde am Bahnhof gebraucht.

Uneinig waren sich die Politiker darüber, ob von der Radstation ein direkter Zugang zur Bahnhofshalle möglich sein sollte. Marcel Schmitt (Bürger Bund Bonn) äußerte Bedenken, ob die Halle dadurch nicht überfüllt würde. Lutz Beine (SPD) sah darin allerdings keine Probleme: „Bislang sind die Radfahrer in Bad Godesberg immer rücksichtsvoll gewesen.“ Ein entsprechender mündlicher Antrag von Schmitt wurde abgelehnt.

Wie berichtet, hatte der Rat die Verwaltung bereits im September 2015 erstmalig damit beauftragt, ein Parkhaus für Fahrräder in Bad Godesberg zu planen. Im sogenannten Bike & Ride-Konzept der Stadt war ein Bedarf von etwa 200 Stellplätzen festgestellt worden.

Zunächst hatte es die Deutsche Bahn aber abgelehnt, diese Station auf der Vorderseite des Bahnhofs aufzubauen und stattdessen auf die Rückseite im Bereich des Von-Groote-Platzes verwiesen. Inzwischen hat der Konzern jedoch seine Zustimmung zur Umnutzung der einstigen Klangstation gegeben. „Die Verhandlungen liefen gut“, so eine Sprecherin.

Die Kosten für den Umbau betragen in etwa 660.000 Euro, wobei die Stadt bis Ende Mai einen Zuschuss in Höhe von 70 Prozent, also 462 000 Euro, beim Land Nordrhein-Westfalen beantragen kann. Einzig die öffentlichen Toiletten sollen laut Beschluss der Bonner Politik nicht in diesem Förderantrag berücksichtigt werden.

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