Ako-Orchester im Museum Koenig: Pistolenschüsse und Tiergeräusche

Ako-Orchester im Museum Koenig : Pistolenschüsse und Tiergeräusche

Pistolenschüsse und Tiergeräusche: Das und mehr wird am Sonntag, 17. April, im Festsaal des Museums Koenig zu hören sein, wenn das Sinfonieorchester des Aloisiuskollegs (Ako) das diesjährige Frühjahrskonzert präsentiert.

Gespielt wird das musikalische Märchen „Peter und der Wolf“ von Sergej Prokofjew, in dem die handelnden Figuren durch ein bestimmtes Instrument vertreten sind.

„Das Besondere daran ist, dass Musik und Erzählung ausgeglichen sind“, sagte Robert Wittbrodt, der zusammen mit Paul Schendzielorz das Orchester leitet. Neben der musikalischen Inszenierung der Geschichte wird nämlich auch das Märchen erzählt. Die Sprecherin ist Romy Lutzke, die in die 8. Klasse geht und eigentlich nicht zum Orchester gehört. „Romy hat eine ganz tolle Stimme und liest sehr gut“, sagte Wittbrodt, der auch Deutschlehrer am Ako ist.

Auch für das Orchester ist das Konzert eine Herausforderung: „Musikalisch ist das sehr anspruchsvoll für so junge Musiker, vor allem für die Bläser ist das ein sehr schweres Stück“, sagte Wittbrodt, „Allein letzte Woche haben schon vier Proben stattgefunden.“

60-köpfiges Jugendorchester

Auch thematisch gefällt das musikalische Märchen den Schülern. „Es ist sehr eingängig. Nach dem ersten Hören weiß man schon, worum es geht“, meinte der 14-jährige Casper Hesprich, der schon seit neun Jahren Violine spielt. Sein Instrument charakterisiert die Hauptfigur Peter. Die Pistolenschüsse des Jägers werden von seinem Klassenkameraden Samuel Holdenrieder an der Pauke erzeugt.

Die vom Förderverein gespendeten Kesselpauken kommen am Sonntag erst zum zweiten Mal zum Einsatz. Seit vielen Jahren wird das Orchester des Ako schon von der Alexander-Koenig-Gesellschaft gefördert. Die Konzerte, die dadurch ermöglicht werden, finden immer im Museum Koenig statt. Das 60-köpfige Jugendorchester ist eines der größten im Bonner Raum. „Wir bemühen uns immer, auch mit anderen Musikern zu kooperieren“, sagte Robert Wittbrodt. So sind in Partnerschaft mit der Kölner Musikhochschule auch oft professionelle Musiker dabei. Wegen des hohen Anspruchs des Stückes ist dieses Mal, neben den 20 Schülern des Aloisiuskollegs, auch ein Solist aus Köln dabei.

Am Anfang des Konzerts soll es für die kleinen Besucher ein Ratespiel geben. „Die Kinder müssen herausfinden, welche Figur durch welchen Klang dargestellt wird“, kündigte Wittbrodt an. Er empfiehlt das Konzert allen Kindern ab vier Jahren.

Der Beginn ist um 16 Uhr. Die Karten können ab 15.30 Uhr an der Kasse des Museums, Adenauerallee 160, erworben werden und kosten für Erwachsene zehn und für Kinder fünf Euro.

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