Christuskirche Plittersdorf: Pfarrer Kalinna war umschwärmt und gefürchtet

Christuskirche Plittersdorf : Pfarrer Kalinna war umschwärmt und gefürchtet

"Konfirmiert werden kann jeder. Aber in der Zusage Jesu, auch die Verpflichtung zu spüren und im Glauben durchzuhalten, das ehrt eine Konfirmandin oder einen Konfirmanden, wenn sie zurückschauen auf den Festtag vor 50 Jahren", sagte Pfarrer Oliver Ploch zu der Gruppe von Konfirmanden, die vor 50 Jahren ihre Konfirmation in der Christuskirche begangen hatten.

Anlässlich ihrer Goldenen Konfirmation waren über 25 Konfirmanden von einst aus vielen Ländern angereist. "Besonders haben wir uns über die Zusage unseres damaligen Konfirmationspfarrers Hermann Kalinna mit seiner Frau gefreut, der uns vor einem halben Jahrhundert als junger Pfarrer eingesegnet hat und selbst ein sehr interessantes berufliches Leben hinter sich hat", berichtete Karin Ulrich vom Organisationsteam.

Hermann Kalinna, Jahrgang 1929, kam 1962 nach einem einjährigen USA-Aufenthalt als junger Pfarrer in die Christuskirchengemeinde, um, neben Pfarrer Helmut Kolfhaus, den zweiten Pfarrbezirk zu übernehmen. Etwa 65 Konfirmanden hatte sein erster Konfirmandenjahrgang 1963. "Eine besonders aktive Gruppe war das", erinnerte sich Kalinna.

Kalinna, "damals umschwärmt von den Konfirmandinnen, gleichzeitig gefürchtet, weil unendlich viel auswendig gelernt werden musste", wie Karin Ulrich verriet, verließ nach vier Jahren die Gemeinde und wurde Bevollmächtigter des "Rates der EKD am Sitz der Bundesrepublik Deutschland", für den er bis zu seiner Pensionierung 1994 arbeitete.

Auch für Pfarrer Ploch, vor 50 Jahren noch gar nicht geboren, war diese Goldkonfirmation ein besonderes Ereignis: "Lieber Bruder Kalinna, das ist etwas ganz Besonderes - herzlich willkommen. 50 Jahre sind eine lange Zeit." Und an die Konfirmanden gerichtet: "Als ihr konfirmiert wurdet, schrieb man das Jahr 1963. Da war Freddy Quinn gerade 14 Wochen auf Platz eins mit 'Junge, komm bald wieder'. Auch 1963 wurde ein neuer Papst gewählt: Johannes XXIII. starb und Paul VI. folgte."

Im Rahmen des Gottessdienstes wurden die "Kalinnäer" zusammen mit ihrem Pfarrer von damals eingesegnet. Im Anschluss gab es bei einem Imbiss die Möglichkeit, viele Geschichten von früher auszutauschen und in geselliger Runde zusammen zu bleiben.

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