Razzia am Aennchenplatz in Bad Godesberg: Ordnungsamt schließt Shishabar und Supermarkt

Razzia am Aennchenplatz in Bad Godesberg : Ordnungsamt schließt Shishabar und Supermarkt

Mit einem Großaufgebot ist die Polizei am Montagnachmittag zum Aennchenplatz ausgerückt. Dort und in der Villichgasse wurden mehrere Geschäfte und eine Bar durchsucht. Die Razzia steht im Zusammenhang mit den Gewalttaten Anfang August.

Die Betreiber der durchsuchten Geschäfte sollen an einer gewalttätigen Auseinandersetzung Anfang August beteiligt gewesen sein. Mit dabei war auch das städtische Ordnungsamt, das die betroffene Shishabar, einen Supermarkt und zwei Immobilienbüros schloss und versiegelte. Den Betroffenen wurde der weitere Betrieb untersagt. Sie dürfen nun für mindestens ein Jahr bundesweit kein Gewerbe mehr betreiben oder anmelden. Die Läden können erst mit einem neuen Betreiber wieder eröffnet werden.

Die Razzia steht im Zusammenhang mit den Ereignissen rund um den 10. August. Wie berichtet, war damals ein Streit zwischen Geschäftsleuten eskaliert, der schon länger schwelte. Dabei wurden drei Personen verletzt. Außerdem nahm die Polizei drei Männer fest. Zeugen berichteten davon, dass während des Streits auch ein Beil und ein Messer zum Einsatz gekommen sein sollen. Darüber hinaus kam es zu Sachbeschädigungen in einer Bar und einem Büro am Aennchenplatz. Die Kripo prüft derzeit den Zusammenhang mit einem Vorfall am 9. August. An diesem Abend soll der 37-jährige Barbesitzer gemeinsam mit einem 29-Jährigen in das Büro am Aennchenplatz eingedrungen sein und den 29-jährigen Büroinhaber angegriffen haben.

Die Politei ermittelt wegen des Verdachts der gemeinschaftlichen gefährlichen Körperverletzung, des Verdachts des Landsfriedens- und Hausfriedensbruchs, des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz und Sachbeschädigung.

Im Zuge der Ermittlungen führte eine Spur ins Ruhrgebiet. Deswegen durchsuchten Teams der Bonner Ermittlungsgruppe gemeinsam mit Beamten der Bochumer Kripo am frühen Montagmorgen vier Objekte im Raum Bochum. Nach Informationen des GA sollen sich diese im Stadtteil Wattenscheid befinden. Die Beamten überprüften mehrere Personen, Beweismittel wurden zunächst nicht sichergestellt. Am Nachmittag ab 15.45 Uhr stand dann die Razzia in Bad Godesberg an.

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