Konzertreihe in der Stadthalle: Orchester reißen sich um Auftritte bei Kurkonzerten in Bad Godesberg

Konzertreihe in der Stadthalle : Orchester reißen sich um Auftritte bei Kurkonzerten in Bad Godesberg

Die Reihe Kurkonzerte auf der Terrasse der Stadthalle startet im Mai in die neue Saison. Interesse an einem Auftritt haben deutlich mehr Orchester als es Termine gibt.

Wenn 30 Leute auf einmal Musik machen, mit Schlagzeug und Trompeten, dann wird es oft richtig laut. So können die Nachbarn der Stadthalle hören, wann die Saison der Kurkonzerte wieder begonnen haben. Den Auftakt in diesem Jahr bilden alte Bekannte: die Mielenforster Musikanten, die am Sonntag, 6. Mai, von 16 bis 18 Uhr auf der Terrassenbühne spielen.

Es kommen immer viele interessierte Besucher, so Stadthallenpächter Thomas Weiermann. Auch wenn die Mehrzahl der Gäste schon älter sei, kämen auch viele Familien vorbei. Dabei bieten die Kapellen aus der gesamten Region längst nicht mehr nur Märsche oder eine Polka an, sondern haben auch aktuelle Hits im Repertoire. Das liegt laut Weiermann auch daran, dass viele junge Leute in den Ensembles mitspielen. Reich werden sie alle von der Gage nicht, kommen aber gern in ihrer Freizeit, weil der Kurpark eine gute Gelegenheit für einen Auftritt bietet. Das Musizieren ist schließlich auch ihr Hobby.

Genau so gern organisiert Weiermann die Veranstaltungen. „Ich finde das sehr schön und mag auch die Musik.“ Im Herbst melden sich schon die ersten, die in der nächsten Saison auftreten wollen. Bis zu 50 Orchester würden sich melden, „für 28 ist Platz“. Ein Höhepunkt seien immer die Auftritte des Bonner Shanty-Chors, manchmal mit Klavierbegleitung. Sie sind im Juli zweimal zu Gast. Geboten wird auch viel Abwechslung, etwa wenn die Blue Moods Big Band, das Akkordeon-Orchester aus Müllekoven oder die R(h)einbläser zu Gast sind. „Das ist kein großes Geschäft, aber es liegt mir sehr am Herzen“, sagt der Wirt.

Es ist mittlerweile 50 Jahre her, dass die Stadt Bonn an der Stadthalle die Kurkonzerte ins Leben gerufen hat. Da gab es im Sommer acht Auftritte pro Woche, manchmal zweimal am Tag. Doch mit der Zeit ließ es nach, dass nur noch an Sams- und Sonntagen gespielt wurde. Vor 25 Jahren hieß es dann, es gebe kein Geld mehr für die Reihe. Weiermann wollte aber, dass es weitergeht und nahm die Sache da selbst in die Hand. Er hofft jetzt nur, dass es nicht so oft regnet, damit die Konzerte auch gut angenommen werden.

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