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"Bonn Cup" im Bridge: Nicht Glück, sondern Können zählt

"Bonn Cup" im Bridge : Nicht Glück, sondern Können zählt

250 Teilnehmer treten beim Bridge-Turnier in der Bad Godesberger Stadthalle an. Erste Regeln kann man in einer halben Stunde lernen, für das Spiel braucht man ein halbes Leben.

An Christi Himmelfahrt gab es für Bridge-Spieler aus Bonn und der Region eine Pflichtveranstaltung: Bereits zum 36. Mal veranstaltete der Bridge Club Bonn in der Stadthalle Bad Godesberg den traditionsreichen „Bonn Cup“. Zugänglich war das Turnier sowohl für Profis als auch für Hobbyspieler. Die Turnierleitung übernahm der Deutsche Bridge Verband.

An den 64 mit roten Tischdecken und allerlei Bridge-Equipment versehenen Tischen tummelten sich mehr als 250 Teilnehmer. Das Kartenspiel wird weltweit nach denselben Regeln gespielt, weshalb auch einige internationale Gäste in die Stadthalle gekommen waren, darunter ein Paar aus Finnland und ein Herr aus Israel. Er sei allerdings nicht extra für das Turnier angereist, sondern gerade ohnehin im Urlaub „in der alten Heimat“, erklärte Henry Guttmann aus Israel.

Beim Bridge spielen vier Teilnehmer je zu zweit gegeneinander. Ziel ist es, so viele Stiche wie möglich zu machen. Dazu wird in der ersten Phase, dem sogenannten Reizen, ermittelt, welches Paar wie viele Stiche machen muss und ob es eine Trumpffarbe gibt. In der zweiten Phase, dem Abspielen, muss ein Paar die angesagte Stichzahl erreichen, während das andere Paar dies zu verhindern versucht.

Da bei den Turnieren alle Teilnehmer stets mit den gleichen Karten spielen, hängt der Erfolg nicht vom Glück, sondern vom Können ab. „Bridge ist so was wie die Königin der Kartenspiele. Sie können die Regeln in einer halben Stunde lernen: dass Pik höher als Herz ist, dass man bedienen muss und im Uhrzeigersinn spielt. Das Reizen lernen Sie in einem halben Jahr, aber das Spiel in einem halben Leben“, so Gunthart Thamm von der Turnierleitung über den Charme des Kartenspiels.

Insgesamt spielte jedes Team 24 Spiele. Nach zwei Spielen gegen einen Gegner wurde gewechselt. „Man bekommt also immer neue Opfer und man muss gucken, dass man selbst nicht Opfer wird“, so Thamm. Obwohl Bridge den Ruf hat, eher von älteren Menschen gespielt zu werden, nahmen auch einige unter 25-Jährige teil.

Am Ende des Turniers standen folgende Sieger fest: Gruppe M, Ulrich Wenning und Hans Frerichs (Bonn); Gruppe MA, Margit Sträter (Erkrath) und Henry Guttmann (Tel Aviv); Gruppe A, Helga Stamer und William Starns (Mitglieder einer Teilnehmergruppe aus dem Raum Frankfurt); Gruppe B, Eheleute Albacht (Münster).