Heizungsausfall in Rüngsdorf: Neue Beschwerden von Vonovia-Mietern

Heizungsausfall in Rüngsdorf : Neue Beschwerden von Vonovia-Mietern

Nach dem Ausfall in Rüngsdorf klagen auch Bewohner aus anderen Stadtbezirken über Heizungsprobleme bei Vonovia. Das Unternehmen entschuldigt sich und stellt Reparaturen in Aussicht.

Der erste Mieter, der dem General-Anzeiger von einem großflächigen Heizungsausfall in der Vonovia-Siedlung in Rüngsdorf berichtete, war Udo Skomorowsky. Und er ist auch der letzte, der an der Mendelssohnstraße immer noch in einer kalten Wohnung sitzt. Am Mittwochmorgen schrieb er per E-Mail, dass es weiterhin 16 Grad in seinem Wohnzimmer sei.

Vonovia-Pressesprecherin Bettina Benner bedauerte das, sprach aber davon, dass auch der für diese Wohnung zuständige Heizungsstrang nun funktioniere. „Leider war der Mieter nicht anwesend und telefonisch auch nicht zu erreichen“, sagte Benner. Denn ein Knackpunkt könne noch verhindern, dass die Heizkörper warm würden: Eventuell müsse der ein oder andere entlüftet werden, weshalb man weiterhin versuche, den Mieter zu kontaktieren. Generell betonte sie aber: „Unsere Monteure waren seit heute Morgen in der Anlage. Sie funktioniert.“

Da geht es den Rüngsdorfer deutlich besser als Mietern des Unternehmens in anderen Stadtbezirken. So erreichten den General-Anzeiger, wie bereits berichtet, Klagen aus der Brieger Straße in Tannenbusch und neu aus der Wilhelm-Flohe-Straße in Pützchen sowie der Marie-Curie-Straße auf dem Hardtberg. Auch hier sprechen die Bewohner von einem seit mehr als einer Woche andauernden Heizungsausfall.

„Wir modernisieren in der Marie-Curie-Straße bis zum Ende nächster Woche die Heizungsanlage und tauschen auch die Heizkörperventile in den Wohnungen“, sagte Benner auf Anfrage. Da das Wasser dafür aus der Anlage gelassen werde, könne die Heizung nicht funktionieren. Die Arbeiten seien im Juni kommuniziert worden. „Als Ersatzmaßnahme haben wir Heizlüfter verteilt“, so die Vonovia-Sprecherin.

Die Anlage in Pützchen werde über zwei Kessel betrieben, ein Kessel sei defekt gewesen, ein neuer in Auftrag. Die Heizung lief zunächst. „Zu Beginn der Heizperiode ist der funktionierende Kessel leider auch ausgefallen“, erklärte Benner. Noch am Mittwoch sollten Heizlüfter verteilt werden. Am Donnerstag soll der Kundendienst den Kessel reparieren, und man hoffe, schnellstmöglich den zweiten Kessel wieder einbauen zu können. „Es tut uns leid, aber dies ist leider eine Verkettung unglücklicher Sachverhalte“, so Benner.

Die zusätzlichen Stromkosten für die Heizlüfter sowie die Reparaturkosten der Heizung müssten die Kunden nicht tragen, kündigte die Pressesprecherin an. Lediglich die jährlich vorgeschriebene Wartung werde in der Heizkostenabrechnung berücksichtigt. Kritik eines Mieters an der fehlenden Transparenz beim Ablesen des Stroms wies Benner zurück: „Die Heizkostenverteiler unserer Kunden sind mit einem Funksystem ausgestattet. Dieses System speichert monatlich die verbrauchten Einheiten eines jeden Kunden.“ Es müsse also niemand zum Ablesen vorbeikommen.

Neben der Mietminderung von 30 Prozent gebe es nur in begründeten Einzelfällen ein weiteres Entgegenkommen, da die Wohnung grundsätzlich bewohnbar gewesen seien.

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