Nach Ratten in Pennenfeld: Anwohner bemängelt fehlende Laternen

Schlechte Gehwege, viel Müll : Anwohner klagt über dunkle Straßen und Unrat in Pennenfeld

Nicht nur die Rattenplage in Pennenfeld beschäftigt die Anwohner. Die Pennenfelder geben an, dass am Sportpark gedealt wird und auch Laternen fehlen. Polizei und Stadt sehen das anders.

Ratten, die am helllichten Tag unterwegs sind, sind nach Auskunft von Anwohnern in Pennenfeld keine Seltenheit. Doch das scheint nicht das einzige Problem zu sein. "Hier ist alles duster, es fehlen Laternen", so ein Pennenfelder. Darüber hinaus seien die Gehwege in einem schlechten Zustand, häufig passierten Stürze. Außerdem werde am Sportpark regelmäßig mit Drogen gedealt. "Und was macht die Polizei? Nichts", sagt der Anlieger. Doch auch die Ratten beschäftigen die Pennenfelder weiterhin. Da diese im Rudel aufträten, sei "nicht nur ein Anwohner genervt", schreibt ein GA-Leser. Am Stadion sehe es aus wie auf einer Müllkippe, die Straßenreinigung helfe wenig, "wenn Unrat in die Büsche geworfen wird und Pizzakartons in Tüten auf dem Parkplatz liegen".

Laut Tiefbauamt ist es in Pennenfeld nicht zu dunkel

Der Sportplatz werde einmal wöchentlich gereinigt, teilt Andrea Schulte vom städtischen Presseamt auf GA-Anfrage mit. Das Stadion umgebende Grün werde im Herbst wieder zurückgeschnitten. Beschwerden über die Beschaffenheit der Gehwege und die Straßenbeleuchtung sind bei der Stadt laut Schulte bislang nicht eingegangen.

Dennoch bezieht man Stellung: Dass es in Pennenfeld generell zu dunkel sei, könne das Tiefbauamt nicht bestätigen. Die Beleuchtung der Straßen erfolge grundsätzlich nach Richtlinien, sagt Schulte. Allerdings seien rund um Max-Planck-, Kortrijker und Mallwitzstraße Messungen geplant, "um die Ausleuchtung der Straße noch einmal zu überprüfen".

Gehwege in schlechtem Zustand

Die Kritik an der Beschaffenheit der Gehwege kann die Sprecherin nicht entkräften. Diese befänden sich "in den besagten Bereichen in einem eher schlechten Zustand". Allerdings, betont Schulte, "ist die Verkehrssicherheit gewährleistet". Das Tiefbauamt habe die Straßenzüge in die Liste für kommende Gehwegprogramme aufgenommen. Unmittelbar allerdings werden die Pennenfelder davon nichts merken. "Eine zeitnahe Verbesserung lässt sich aber nicht realisieren, da zunächst die bestehende Prioritätenliste abgearbeitet werden muss", erklärt Schulte.

Doch wie sieht es mit dem Hinweis aus, am Sportpark würde gedealt? Der städtische Ordnungsdienst kontrolliere dort regelmäßig, und zwar mit der Polizei im Zuge des so genannten Präsenz- und Interventionskonzeptes, beschreibt Schulte. "Beschwerden oder Einsätze bezüglich einer bestehenden Drogenproblematik in diesem Bereich sind dem Stadtordnungsdienst bisher nicht bekannt."

Sportpark definitiv kein Dealertreffpunkt

Das bestätigt auch die Polizei. "Pennenfeld ist aus unserer Sicht kein Brennpunkt", sagt Sprecher Michael Beyer. Auch für die Wache Godesberg und den Bezirksdienst stelle der Stadtteil keinen Schwerpunkt dar. "Die Einsatzzahlen sind unauffällig", so Beyer. Dennoch sei man, wie von der Stadt beschrieben, regelmäßig rund um den Sportpark unterwegs. Dort seien zwar ab und an Jugendliche anzutreffen, die den Beamten nicht unbekannt seien. Das aber liege daran, dass diese "in der Umgebung wohnen und sich dort treffen". Allerdings sei der Sportpark definitiv kein Dealertreffpunkt. Und: "Uns liegen keine Bürgerbeschwerden vor, die diese Annahme untermauern würden", sagt der Polizeisprecher.

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