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Blick hinter die Kulissen der Open-Air-Reihe: Mit VIP-Bändchen bei Brings auf dem Kunst!Rasen

Blick hinter die Kulissen der Open-Air-Reihe : Mit VIP-Bändchen bei Brings auf dem Kunst!Rasen

Vor dem Brings-Konzert erhalten Donatusschüler am Freitag eine exklusive Backstage-Führung - und treffen auch noch ein Bandmitglied.

Wo Brings draufsteht, muss nicht unbedingt Brings drin sein. Mit dieser etwas bitteren Erkenntnis startete am Freitagnachmittag der exklusive Rundgang von Donatusschülern über das Kunst!Rasen-Gelände in der Gronau. „Mensch, da sind ja schon die Busse der Band“, hatte Christian seinen Klassenkameraden noch freudig zugerufen. Um kurz darauf von Veranstaltungsmeisterin Tine Rosch erfahren zu müssen: „Das ist erst mal nur die Crew, die hier alles aufbaut.“

Aber was ist überhaupt eine Crew? Auch darauf wusste Rosch, die für Kunst!Rasen-Veranstalter Ernst Ludwig Hartz arbeitet, eine Antwort: Helfer. Neben den vielen Helfern, von denen es bei einem Konzert um die 80 gibt, braucht es vor allem Überblick. Den behält Tobi Henn, der für die Sicherheit verantwortlich zeichnet und die Kinder der 2b mit Zahlen beeindruckte. „Wir haben unter der Bühne 42 Wassertanks à einer Tonne, die für die nötige Stabilität sorgen“, erzählte Henn.

Weniger glücklich sei man dagegen über die 700 Wassertanks, die man zum Rhein hin aufbauen müsste, und die viel von der Atmosphäre nähmen. „Da sich ein Anlieger auf der Beueler Seite über die Lautstärke beschwert hat, dämmen wir so den Schall“, sagte der Sicherheitsexperte. Dann konnten die 23 musikbegeisterten Schüler, von denen nahezu jeder ein Instrument spielt, endlich auf die Bühne. Möglich machte das – trotz des parallelen Aufbaus für den Abend – Eberhard Korthe, der Produktionsleiter von Brings.

Schlagzeuger Christian Blüm spricht mit den Schülern

Nele und Ben waren hin und weg. Sie haben ihre eigene kleine Band und proben hin und wieder in Bens Keller. Sie sind sich sicher: In zehn Jahren wollen sie hier als Musiker stehen „Dann gibt es aber Spaghetti im Catering“, behauptete Nele keck. „Und Schokolade“, ergänzte Ben. Apropos Schokolade: Die scheint Mark Forster in Massen zu brauchen, wusste Tine Rosch den Kindern vom Konzert im vergangenen Jahr zu berichten. Sarah Connor und Andreas Bourani, beide 2017 auf dem Kunst!Rasen zu sehen, stehen dagegen auf den „Quick Change“. „So nennt man den Kostümwechsel in einem abgetrennten Bereich auf der Bühne“, sagte Rosch.

Dann aber konnte auch Lehrer Sebastian Hilgers seine Klasse nicht mehr stoppen. Denn Brings-Schlagzeuger Christian Blüm gesellte sich zu den Kindern, erfüllte Autogrammwünsche und beantwortete geduldig viele Fragen. „Nein, ich habe kein Tier mehr, hatte aber mal eine Katze“, so Blüm. Die Schüler wiederum überreichten selbst gemalte Bilder der Band und stimmten das umgetextete Bourani-Lied „Ein Hoch auf Brings“ an. Was den Schlagzeuger durchaus rührte.

Und wenn man als VIP-Gast mit eigenem Bändchen schon mal auf einen lokalen Star trifft, kann man auch durchaus Privates loswerden. So hatte ein Schüler den Auftrag erhalten, dem Schlagzeuger auszurichten, seine Mutter sei mit Blüms Schwester aufs Nicolaus-Cusanus-Gymnasium gegangen. „Jetzt wollte meine Mutter mal fragen, ob sie mal mit Ihrer Schwester telefonieren kann“, erfüllte der Junge seine Pflicht. Blüm schmunzelte und nahm den kleinen Zettel mit der Telefonnummer entgegen. Dann aber musste er zum Soundcheck, den sein Kollege Harry Alfter an der Gitarre schon fleißig absolvierte.