Stadt legt Konzept vor: Mehr Licht für den Godesberger Kurpark

Stadt legt Konzept vor : Mehr Licht für den Godesberger Kurpark

Die Parteien waren sich einig: Der Kurpark soll abends besser beleuchtet werden. Die Stadt hat jetzt Laternenstandorte rund ums Kleine Theater und an der Koblenzer Straße vorgeschlagen.

Uneins waren sich die Politiker allerdings über die Frage, wo genau neue Laternen installiert werden könnten. Deshalb, so der Wunsch, sollte die Verwaltung verschiedene Standorte prüfen. Das Ergebnis liegt nun vor: An der Seilüberspannung an der Koblenzer Straße sowie rund um das Kleine Theater, an der Stichstraße und Brücke sei es sinnvoll, die vorhandenen Laternen zu erneuern, teilweise umzusetzen und weitere hinzuzufügen.

Die Prüfung: Die Stadt hat auf Beschluss der Politik an verschiedenen Stellen in und am Park untersucht, ob der „Standardwert von fünf Lux unterschritten wird“. Sprich: Ob es nach wie vor zu dunkel ist, obwohl die komplette Anlage 2015 erneuert und mit LED-Leuchten ausgestattet wurde. Darunter waren das Areal rund um den See an der Stadthalle, die nah an der Koblenzer Straße gelegenen Wege sowie die Strecke zwischen Kurfürstenallee und Kleinem Theater – Brücke inklusive. Außerdem hat die Verwaltung die Bushaltestellen Löbestraße, Rigal'sche Wiese und Am Kurpark unter die Lupe genommen.

Weiher: Das Areal um denWeiher, in Richtung Koblenzer und Friedrich-Ebert-Straße, ist laut Stadt nicht beleuchtet. Allerdings würden die Wege auch nur selten genutzt. „Hinsichtlich des Umwelt- und Naturschutzes soll auf künstliche Beleuchtung soweit wie möglich verzichtet werden“, so die Verwaltung, die sich mit der Polizei in Verbindung gesetzt habe. Die Ermittler hätten bestätigt, dass dort keine Laternen notwendig seien, „da die Verkehrsströme den Park über andere Verbindungswege durchqueren“. Außerdem stelle das unbeleuchtete Teilstück „eine Rückzugsmöglichkeit für die Fauna dar“.

Koblenzer Straße: Der Fußweg entlang der Koblenzer Straße soll besser und gleichmäßiger ausgeleuchtet werden, so die Stadt. Der Grund: Die an der Seilüberspannung befestigten Lampen, die dort bisher für Licht sorgen, seien nicht ausreichend. Nicht nur, dass es laut Verwaltung zu wenige sind – sie sind teilweise gar nicht sichtbar, weil die vollen Baumkronen sie verdecken. Die Lösung: Vier weitere Seilleuchten sollen her, die insgesamt mit 4000 Euro zu Buche schlagen. Zur Unterhaltung fallen jährlich 744 Euro an.

Bushaltestellen: Durch die bessere Beleuchtung des Weges an der Koblenzer Straße wird auch die Haltestelle Löbestraße erhellt, so die Stadt. Die Haltestellen Am Kurpark und Rigal'sche Wiese an der Friedrich-Ebert-Straße seien ausreichend beleuchtet.

Stichstraße zum Kleinen Theater: Die Straße „stellt eine zentrale Querung durch den Park dar“, führt die Stadt aus. Die dort vorhandenen Pilzleuchten seien veraltet und sollten ohnehin in den nächsten Jahren erneuert werden. Diese Maßnahme soll nun vorgezogen, weitere Laternen sollen installiert werden. Die Erneuerung der vorhandenen Leuchten kostet nichts, das übernehmen die Stadtwerke im Zuge des sogenannten Straßenbeleuchtungsvertrags. Die sechs neuen Laternen schlagen mit 15 000 Euro im Stadthaushalt zu Buche, jährlich kostet die Unterhaltung 1116 Euro.

Brücke vom Parkplatz zum Kleinen Theater: An den Brückenübergängen könnte es laut Stadt heller sein. Das soll sich ändern: Auf der Seite der Kurfürstenallee soll eine Laterne erneuert und versetzt werden, und zwar direkt ans Brückengeländer. Die Kosten schätzt die Stadt auf rund 3000 Euro. Da die Lampe bereits vorhanden und lediglich an einem anderen Ort aufgebaut wird, steigen die jährlichen Unterhaltungskosten nicht. Auch auf der Seite des Kleinen Theaters soll eine Leuchte unmittelbar am Brückengeländer installiert werden. Diese kostet 5500 Euro plus jährlich 186 Euro.

Das sagt die Polizei: In den vergangenen Jahren habe sich bereits einiges getan, aus polizeilicher Sicht sei die verbesserte Ausleuchtung positiv, so Polizeisprecher Robert Scholten. Allerdings sagt er auch: „Helligkeit ist leider kein Garant für Sicherheit.“ Auch wenn es einzelne Fälle wie den Überfall auf einen 21-Jährigen an Karneval gibt (der GA berichtete), sei die Situation im Kurpark generell unauffällig. „Wir stellen keine Häufung der Taten fest“, so der Sprecher. Man stelle fest, dass der Park gut frequentiert werde.

Die Entscheidung: Ob die Politik sich dem Vorschlag anschließt, zeigt sich am Mittwoch, 27. März. Dann tagt die Bezirksvertretung ab 17 Uhr in der Stadthalle.

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