Kommunalpolitiker und Ortsausschuss Mehlem drängen auf Verbesserungen: Marktplatz soll schöner werden

Kommunalpolitiker und Ortsausschuss Mehlem drängen auf Verbesserungen : Marktplatz soll schöner werden

Für die Mehlemer hat das neue Jahr mit einer vielversprechenden Nachricht begonnen: In den Reihen von Kommunalpolitik und Ortsausschuss gibt es Bestrebungen, für den Marktplatz eine Verschönerungsaktion in die Wege zu leiten. Nach Ansicht vieler Bürger lässt besonders die Sauberkeit zu wünschen übrig.

Wie bereits berichtet, stehen für den Marktplatz in Mehlem, ähnlich wie für die zentralen Plätze in Friesdorf und Lannesdorf, jeweils 90 000 Euro für die Sanierung und Verschönerung zur Verfügung. Ratsmitglied Jan Claudius Lechner (CDU) hat vor diesem Hintergrund bei den örtlichen Vereinen angefragt, wie diese das Geld am liebsten verwendet sähen. Bereits zuvor seien einige Vorschläge gesammelt worden, so etwa eine Ausbesserung des gesamten Platzes einschließlich des Austausches der zum Teil beschädigten roten Platten.

Ebenso sei der Wunsch nach neuen Sitzbänken und Abfalleimern und nach Anschaffung von Blumenkübeln laut geworden. Als weitere Ideen wurden eine Skulptur oder ein Hinweisstein mit dem Mehlemer Ortswappen oder ein Springbrunnen in die Diskussion eingebracht. Ebenfalls auf dem Wunschzettel: zusätzliche Straßenlaternen, weitere Anschlüsse für Strom und Wasser sowie moderne Schaukästen für die Termine der örtlichen Vereine. Weitere Anregungen sammelt Ortsausschuss-Vorsitzender Walter Omsels jetzt per E-Mail an walteromsels@t-online.de.

Bereits am vergangenen Freitag hatte der Ortsausschuss zu dem Thema einen Informationsstand aufgestellt und Vorschläge gesammelt. Die Ideen sollen dann gebündelt in die politische Beratung Eingang finden. Auf Interesse stößt die Initiative auch bei Anwohnern, Passanten und anderen Bürgern, wie eine Kurzumfrage des General-Anzeigers zeigt. Vor allem den Umgang mit Müll kritisiert etwa Horst Trimborn, der auf dem Marktplatz einen Marktstand betreibt: "Das Pflanzenbeet ist die reinste Müllhalde und könnte meiner Meinung nach durchaus durch Sitzmöglichkeiten ersetzt werden, die man beispielsweise um den Baum gruppieren könnte", sagt er.

"Nichts als Unkraut"

Ohnehin sprieße in dem Beet neben ein Paar Sträuchern "nichts als Unkraut". Auch für die Herkunft des Mülls hat Trimborn durchaus eine Erklärung: "Die Leute schmeißen ihre Abfälle und alles da hinein. Wir machen das meistens mittags oder abends wieder sauber", so Trimborn. Auch die Kunden der nahen Eisdiele trügen ihren Teil zu der Situation bei.

Das Beet stattdessen durch einen Springbrunnen zu ersetzen, hält hingegen ein anderer Bürger für müßig: "Dann werfen die Leute ihren Müll eben dort hinein", meint er. Der Mehlemerin Maria Braun ist es vor allem wichtig, dass bei allen Veränderungen die bestehenden Parkplätze erhalten bleiben - auch wenn sie selbst kein Auto hat. Einen Springbrunnen hält sie jedenfalls für die bessere Variante als das "ungepflegte Beet".

Möglichst sparsam sollten die Veränderungen aus Sicht von Petra Bick ausfallen: "Bei den Bänken kann man das Holz überarbeiten", sagt sie. Das gleiche gelte für die Schaukästen, die vor allem innen gepflegt sein sollten. Der Zustand des Platzes ist jedoch auch ihr ein Dorn im Auge: "Dass hier ein Baumstumpf herumliegt, ist ein Unding. Auch ist es hier insgesamt viel zu schmutzig", so Petra Bick. Ganz auf die Parkplätze kapriziert sich eine ältere Dame, die ihren Namen nicht nennen möchte: "Die Parkplätze müssen breiter werden. Ich bin hier schon mal auf einen Porsche aufgefahren."

Ähnliche Vorschlagslisten wie aus Mehlem liegen bereits von den Ortsvereinen in Lannesdorf und Friesdorf vor. Sie sollen bei nächster Gelegenheit in der Kommunalpolitik beraten werden.

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