2. Rachmaninov-Festival im Russischen Generalkonsulat: Komponisten offenbaren ihre russische Seele

2. Rachmaninov-Festival im Russischen Generalkonsulat : Komponisten offenbaren ihre russische Seele

Mit einem Benefiz-Galakonzert eröffnete die Internationale Rachmaninov-Gesellschaft im Russischen Generalkonsulat in Schweinheim das 2. Internationale Rachmaninov-Festival.

Anlass ist das zehnjährige Bestehen der Gesellschaft. Passend zum Motto "Russische Seele" standen ausschließlich Werke russischer Komponisten auf dem Programm, darunter der Namensgeber der Gesellschaft, Sergei Rachmaninov, Pjotr Tschaikowsky und Alexander Aljabjew.

Professor Wolfgang Manz, der vergangenes Jahr den Vorsitz der Gesellschaft übernommen hat, eröffnete den Abend am Flügel mit Rachmaninovs "Flieder". Ihm folgten die preisgekrönte ukrainische Pianistin Mariya Kim, das lettische Nachwuchstalent Georgjis Kurdians (Klavier), das Beethoven Trio, Elena Knapp (Mezzosopran) und Alexandra Felder (Klavier) sowie Natalia Demina (Violine) und Olga Andryshchenko (Klavier).

Nikolaj Eurich, Gründer der Gesellschaft, freute sich, ins Generalkonsulat der Russischen Föderation in Bonn zurückkehren zu können. Im September 2013 hatte hier bereits ein Konzert im Rahmen des 1. Internationalen Rachmaninov-Festivals stattgefunden. Er nutzte die Gelegenheit, um Werbung für die anderen Teile des Festivals zu machen: Der 4. Internationale Rachmaninov-Klavierwettbewerb für junge Pianisten findet vom 19. bis 26. Oktober in der brasilianischen Stadt Bahia statt. Alle an diesem Abend gesammelten Spenden kommen diesem Anlass zugute.

Mitmachen können Nachwuchspianisten jeglicher Nationalität. Ziel des nicht-kommerziellen Wettbewerbs ist es, jungen Musikern eine Bühne zu bieten und sie Erfahrungen sammeln zu lassen. Die Besten unter ihnen sollen mit Preisgeldern in Höhe von insgesamt 12 650 Dollar ausgezeichnet werden. Darüber hinaus veranstaltet die Gesellschaft dieses Jahr ihren zweiten Kompositionswettbewerb zur Förderung der Klaviermusik im Geiste von Sergej Rachmaninov. Auch hier steht die Teilnahme den Pianisten aus allen Ländern offen.

Schirmherr war Generalkonsul Jewgenij Schmagin, der sich am kommenden Freitag in den Ruhestand verabschiedet. Seine Abschiedstour hatte er für diesen besonderen Anlass extra unterbrochen. Zum Dank für die gute Zusammenarbeit zwischen dem Konsulat und der Gesellschaft erhielt Schmagin die Ehrenmitgliedschaft. Vieles werde sich unter seinem Nachfolger ändern, prophezeite Schmagin. Eines, so hoffe er, bleibe im Konsulat aber bestehen: die Rachmaninov-Abende.