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Kleines Theater in Bonn: Weihnachts-Geschichte vom Engel und Esel

Theater in Bonn : Der Esel erzählt die Weihnachtsgeschichte im Kleinen Theater

Das Kleine Theater in Bad Godesberg wagt bei seinem Kinderstück zur Adventszeit einen Perspektivwechsel. Denn im Mittelpunkt der Weihnachtsgeschichte stehen Engel und Esel, die erzählen.

Pünktlich zu Nikolaus widmet sich das Kleine Theater in Bad Godesberg auch den jüngsten Theaterbesuchern mit einem musikalischen Weihnachtsspiel. „Die Weihnachtsgeschichte, erzählt vom Engel und vom Esel“: So sehen die Zuschauer die Begebenheiten rund um die Geburt Christi mal aus einer anderen Perspektive.

Um sie den Kindern zu erzählen, wird ein kleiner Engel (Viktoria Klimmeck) auf die Erde geschickt. Nur leider ist dieser Engel sehr vergesslich. Doch zum Glück trifft er auf einen Esel, und zwar genau den richtigen (Jenny Winkler): Fridolin den Ersten höchstpersönlich. Fridolin war es nämlich, der die hochschwangere Maria nach Bethlehem getragen hat.

Ein eingeschnappter Engel sorgt für Lacher

Seine Sicht auf die Dinge ist allerdings eine etwas andere. So ist ihm beispielsweise die recht schwere, hochschwangere Maria vor allem in Erinnerung und sein Wunsch nach Futter und Schlaf nach der langen Reise. Doch auch so mancher spaßiger Kommentar kommt ihm über die Lippen: „Holla, die Waldfee! Den Hirten hast du aber einen ganz schönen Schreck eingejagt!“ Das hört der sensible und – wenn es um die Beschreibung des neugeborenen Jesus geht – recht rührselige Engel gar nicht gern und ist richtig eingeschnappt. Weitere lustige Einfälle begeistern das Publikum wie beispielsweise der Stern von Bethlehem, der eher wie eine Rakete daherkommt, oder auch die Verwechslung von Myrrhe (Engel) und Möhre (Esel).

Obschon mit circa 45 Minuten recht knapp gehalten, zeigen Klimmeck und Winkler mit ihrer Weihnachtsgeschichte die ganze Entwicklung vom Aufruf zur Volkszählung bis hin zur Ankunft der Heiligen Drei Könige und ihrer Bedeutung. Die Kinder, die an diesem Morgen durch zwei Kindergärten vertreten waren, wurden häufig zum Mitmachen eingeladen und taten dies auch mit großer Freude und ebensolchem Elan. Immer wieder wurde auch gemeinsam gesungen, am liebsten die bekannten Advents- und Weihnachtsklassiker, unter anderem „Kommet, ihr Hirten“, „Maria durch ein Dornwald ging“ oder auch „Ihr Kinderlein kommet“. Gemeinsam mit Gitarrist Joachim Uerschels und dem Publikum wurde auch zum Schluss noch gesungen und teils sogar gerappt.

Das junge Publikum zeigte sich am Ende begeistert und wollte, ehrlich gesagt, noch gar nicht gehen.

Am 14. (16.30 Uhr) und 21. Dezember (15 Uhr) haben alle die Möglichkeit, sich die besondere Weihnachtsgeschichte noch einmal anzusehen. Mehr auf kleinestheater.eu