Nach umfangreicher Sanierung: Johanneskirche in Pennenfeld läutet zur Probe

Nach umfangreicher Sanierung : Johanneskirche in Pennenfeld läutet zur Probe

Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten am Turm erklingen die Glocken der Johanneskirche an diesem Freitag erstmals. Viele Pennenfelder vermissen deren Klang.

Die Sanierungsarbeiten am Kirchturm der evangelischen Johanneskirche sollen bald abgeschlossen sein. Darüber informierte Hans-Georg Kercher als Presbyteriumsvorsitzender bei der letzten Gemeindeversammlung in der Heiderhofer Immanuelkirche. Wie berichtet, musste der markante, aber marode und damit gefährdete Einzelturm der Kirche, die insgesamt unter Denkmalschutz steht, komplett saniert werden. Die Stahlbetonträger des „Pennenfelder Fingerzeigs“ waren schon korrodiert. „Jetzt ist die Verkleidung à la Christo abgenommen. Und es werden die Schwingungen der Glocken gemessen“, gab Kercher Auskunft. Größtes Problem vor der Sanierung für 600 000 Euro seien die vier Glocken mit ihren Schwingungen gewesen. Seit vielen Jahren seien deshalb an der Zanderstraße nur noch die beiden kleinsten geläutet worden. Im Duett hätten sich die von ihnen erzeugten Bewegungen ein gutes Stück aufgehoben.

Weitere Details des Vorgehens gab Pfarrer Jan Gruzlak bekannt. Ab Pfingstsonntag, 9. Juni, sollen wieder vier Glocken regelmäßig läuten: vor Sonntagsgottesdiensten etwa ab 10.20 Uhr; und einmal im Monat ab 7.50 Uhr bei Schulgottesdiensten, die die Johannes-Kirchengemeinde für die diversen nah gelegenen Schulen ausrichtet. „Es muss also keiner sonntags aus dem Bett fallen“, ergänzte Presbyter Kercher. Zudem soll der Klang der Glocken jeweils tagsüber um 12 und um 18 Uhr im Stadtteil zu hören sein, sagte Gruzlak. Ansonsten werde das Läuten einer Glocke eine Beerdigung ankünden. Zwei Glocken würden auf Schulgottesdienste hinweisen. Wenn drei zusammen läuteten, lade man zum normalen Gottesdienst, mit vier Glocken zu besonderen Feiertagen. Man hoffe, dass die Nachbarn im Austausch mit der Gemeinde mit dem wieder erklingenden Läuten zurechtkämen, so Kercher.

Viele Pennenfelder vermissen den Klang der Glocken

Es hätten ihn aber auch schon viele Pennenfelder angesprochen, dass sie den Klang der Glocken vermissten, ergänzte Pfarrer Gruzlak. „Wann geht's endlich wieder los?“ hätten sie gefragt. Im Laufe des 26. April soll es ein Probeläuten der Glocken geben, kündigte Kercher an. Am 22. Mai ab 19 Uhr seien Nachbarn und alle Interessierten eingeladen: Dann werden Geläut und die neue Glockenordnung nochmals vor Ort vorgestellt. Mit dem offiziellen Beginn des Läutens am Pfingstsonntag werde nach einem Festgottesdienst um 10.30 Uhr dann auch das erweiterte Matthias-Claudius-Gemeindehaus daneben offiziell eingeweiht, so Kercher. Es gebe einen Empfang mit Umtrunk.

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