Kommentar zum Vicky-Haus: Irrungen und Wirrungen am Viktoriaplatz

Kommentar zum Vicky-Haus : Irrungen und Wirrungen am Viktoriaplatz

Lange Zeit gab es am Viktoriaplatz ein Spielhaus für Kinder zwischen sechs und 14 Jahren. Doch seit mehreren Jahren ist dieses Spielhaus geschlossen. Jetzt hat eine Plittersdorferin einen Bürgerantrag, es wieder zu öffnen.

Die Wege der Bonner Bürokratie sind mitunter unergründlich. Im städtischen Jugendamt scheint die rechte Hand derzeit nicht zu wissen, was die linke tut. Dies zeigt sich eindrücklich an der aktuellen Debatte rund um das Spielhaus auf dem Viktoriaplatz. Wie oft scheitern hervorragende gemeinnützige Ideen daran, dass sowohl Unterstützer als auch Gelder für deren Umsetzung fehlen?

Wenn sich nun in Plittersdorf aber Bürger melden und sogar eine freiwillige Patenschaft für das Vicky-Spielhaus anbieten, erscheint es umso verwunderlicher, dass die Stadt hiervon zunächst abrät. Nur, um ein halbes Jahr später doch zu äußern, dass grundsätzlich nichts gegen solche Patenschaften spreche. Unweigerlich stellt sich die Frage, ob die Verwaltung denn überhaupt Kenntnis von ihrer eigenen Website hat, auf der explizit nach „verantwortungsvollen Patinnen und Paten“ für die 300 Bonner Spielplätze im Stadtgebiet gesucht wird.

„Übernehmen Sie eine Spielplatzpatenschaft“, steht dort in Fettbuchstaben geschrieben. Eine Anmeldung sei unkompliziert. Doch zeigen Anwohner daraufhin tatsächlich bürgerliches Engagement, scheint das an den Irrungen und Wirrungen der Bürokratie zu scheitern. „Das Ganze gestaltet sich als schwierig“, verkündete das Amt noch im November. Ebenso schwierig scheint die interne Kommunikation abzulaufen.

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