Schüler des Cusanus-Gymnasiums erstellen digitalen Vertretungsplan und Toiletteninfoanlagen: In drei Tagen zur Problemlösung

Schüler des Cusanus-Gymnasiums erstellen digitalen Vertretungsplan und Toiletteninfoanlagen : In drei Tagen zur Problemlösung

Nur drei Tage Zeit hatten die 38 Schülerinnen und Schüler des Nicolaus-Cusanus-Gymnasiums, um ihre Prototypen fertigzustellen und zu präsentieren.

Die entstandenen Apparaturen sollten jeweils ein schulspezifisch vorhandenes Problem lösen. Gruppen wurden gebildet, Pläne erstellt und Arbeiten aufgeteilt. "Die Schüler haben größtenteils eigenständig recherchiert, um zu ihren Gruppenzielen zu gelangen", erklärte der stellvertretende Schulleiter Bohdan Zemek. Ausgegangen war die Initiative vom Projekt "Make your School" der Klaus-Tschira-Stiftung.

"Wir haben die Schüler aus den beiden oberen Jahrgangsstufen angesprochen, deren Schwerpunkte in den MINT-Fächern liegen", sagte Zemek. Die Schüler suchten sich ihre Aufgaben selbst, recherchierten, programmierten und bauten eigenständig alles zusammen. Die Ergebnisse der jugendlichen Kreativität konnten sich sehen lassen.

Sogar der Hausmeister hatte seine Stimme für eines der Projekte zur Verfügung gestellt. Der nämlich steht jeden Morgen im Foyer und fängt die Nachzügler ab, um sie zum Eintrag ins Sekretariat zu schicken.

"Damit er das nicht mehr so oft sagen muss, haben wir eine automatische Ansage erstellt", berichtete Hussam (16). Zu viert hatten sie einen Plan aufgestellt, die elektronischen Bauteile kombiniert und gebastelt. Ein Infrarotsensor nimmt die nach der Schulglocke eintreffenden Schüler wahr. Der Sensor gibt ein Signal weiter, das schließlich einen Lautsprecher veranlasst, einen vorher erfassten Text wiederzugeben.

"Guten Tag", ertönt die Original-Hausmeisterstimme. "Ihr seid wieder mal zu spät. Geht euch im Sekretariat eintragen."

An den sechs Stationen gegenüber und nebenan hatte man nicht minder praktisch gedacht. Neben einem automatischen Abstimmungszähler, einem digitalen Vertretungsplan, einer automatischen Fehlzeiterfassung und zwei Toiletteninfoanlagen, die über freie und besonders reinliche stille Örtchen informieren, hatte eine Gruppe einen Snackautomaten aus Pappe und elektronischen Bauteilen zusammengebaut.

Einige Schüler hatten vorher nicht mit Informatik zu tun, fanden aber schnell Zugang zur Materie. "Mit den Mentoren und dem Material aus dem Projekt konnten wir den Schülern viele Möglichkeiten bieten, die man in der Schule sonst nicht hat", so Zemek. Schulleiterin Nicole Auen freute sich, dass die Schüler auf diese Weise eine große Chance zur persönlichen und fachlichen Weiterentwicklung bekamen.

"Die Gruppen können sich zusätzlich für das Maker Festival am 24. August in Berlin bewerben", informierte Schultheis über die weitere Planung. In wenigen Wochen seien dazu auf www.makeyourschool.de entsprechende Informationen und Bewerbungsmöglichkeiten zu finden.

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