Nicht abgesichert: Illegaler Trampelpfad am Bahnhof Mehlem birgt Gefahren

Nicht abgesichert : Illegaler Trampelpfad am Bahnhof Mehlem birgt Gefahren

Am illegalen Trampelpfad zum Bahnsteig klafft neuerdings ein Loch. Während nach der Ursache geforscht wird, verweist eine Bahnsprecherin auf klare Regeln: Der Weg über die Gleise ist tabu.

Wie muss ein Trampelpfad abgesichert sein, den zig Bahnkunden täglich illegal nutzen? Das fragt sich derzeit Klaus Vater, wenn er am Mehlemer Bahnhof steht und des Morgens auf seinen Zug wartet. Denn seit Kurzem klafft am Ende des Bahnsteigs von Gleis 3 ein Loch – und erst seit sehr kurzer Zeit ist es teils mit einem wackeligen Holzbrett provisorisch abgedeckt.

Der Bahnhof ist, wie berichtet, für die Fahrgäste in Richtung Koblenz nicht barrierefrei. Die Bahn hat dies erst für die nächsten zehn Jahre in Aussicht gestellt. „Nun hat es sich 'eingebürgert', dass manche Fahrgäste nicht den vorgeschriebenen Weg auf den Bahnsteig nach Koblenz suchen, sondern vom Bahnübergang ausgehend ein irreguläres Pfädchen, das auf den Bahnsteig führt“, schrieb der Godesberger dem GA. Durch Manövrieren um das Loch herum gebe es vor allem bei Menschen mit Rollator oder Kinderwagen zu brenzligen Situationen.

Die – verbotene – Abkürzung ist deshalb so gefährlich, weil sie innerhalb der Schrankenanlage endet. Dabei, so eine Bahnsprecherin, unterschätze man die Sogwirkung von vorbeifahrenden Zügen. Zudem gebe es klare Regeln und Hinweisschilder. Weitere Fragen, warum das Loch zum Beispiel überhaupt entstanden ist oder warum die Bahn den Zugang nicht komplett mit einem Zaun versperrt, konnte die Sprecherin am Mittwoch nicht beantworten. Klaus Vater kann verstehen, dass die Bahn nichts Gefahrenträchtiges zulässt, aber in seinen Augen ist das Nichtkümmern um das Loch „fies und gemein“.

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