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Begegnungsstätte in Bad Godesberg: Haus der Offenen Tür an der Dürenstraße wird ausgebaut

Begegnungsstätte in Bad Godesberg : Haus der Offenen Tür an der Dürenstraße wird ausgebaut

Zum 50-jährigen Bestehen der Begegnungsstätte an der Dürenstraße in Bad Godesberg präsentiert sich die Einrichtung ab dem Jahr 2017 in einem neuen Gewand.

"Wir platzen aus allen Nähten", sagt Edith Koischwitz. Die Warteliste von Vereinen und Gruppen, die das Haus der Offenen Tür in der Dürenstraße nutzen wollen, wird immer länger. Allein 17 Sportveranstaltungen finden hier monatlich statt, berichtet die Vorsitzende des Vereins Offene Tür. "Wir sind stets komplett ausgebucht." Und: Zu dritt sitze man mittlerweile in einem Büro. Ein Zustand, der sich bis spätestens nächstes Jahr ändern soll.

Rund 400.000 Euro hat Koischwitz über die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW und die Deutsche Fernsehlotterie an Land gezogen. Geld, das dringend für den Um- und Ausbau des Hauses benötigt wird. Etwa 240 000 Euro schießt die Stiftung Wohlfahrtspflege zu, 160 000 Euro die Deutsche Fernsehlotterie, um unter anderem ein neues Büro zu bauen, den kleinen Saal des Hauses zu vergrößern und einen behindertengerechten Aufzug einzubauen, der in den Keller fährt, wo die Fußpflege untergebracht ist.

Ein kurzer Blick zurück: Gegründet wurde der Verein 1963 von den CDU-Stadtverordneten Anni Deppe und Elisabeth Gies. Ziel des Vereins war und ist es, Begegnungsstätte für ältere Menschen zu sein. Am 10. April 1967 wurde das Haus in Betrieb genommen. "Bundeskanzler Konrad Adenauer spendete noch 5000 D-Mark aus seiner Privatschatulle - das war damals ein kleines Vermögen", erzählt Edith Koischwitz über die Anfänge der Offenen Tür in der Dürenstraße. Damals bestand die Zielgruppe aus Menschen, die zwei Weltkriege erlebt hatten, vielen alleinstehenden Frauen, Menschen aus auseinandergefallenen Familien. "Es gab viele alte Menschen, die nicht wussten wohin", so Koischwitz.

Bis zum Bau des Hauses war fleißig Geld gesammelt worden - "und zwar ziemlich erfolgreich", wie Koischwitz sagt. So wurde der größte Teil der Finanzierung von rund 300.000 Mark aus Spenden finanziert, sogar die Stadt Godesberg spendierte 50 000 Mark.

Dennoch: "Für einen kleinen Verein wie uns ist so ein Haus auch eine Last. Schon allein durch die Erbpacht tragen wir eine hohe Last. Und unsere Fixkosten für Personal, Heizung, Versicherungen und vieles mehr betragen 85.000 Euro. Da müssen wir wirklich wirtschaften." Durch die Fördergelder werden die Fixkosten nun kaum geringer, im Gegenteil. 50.000 Euro beträgt der Eigenanteil für die Fördermittel. Um auf der sicheren Seite zu sein, wurde deshalb noch einmal ein Kredit in Höhe von 100.000 Euro aufgenommen. "Dann sind wir aber wieder fit für die nächsten 50 Jahre", gibt sich Koischwitz zuversichtlich. "Dann haben wir das Haus vergrößert und behindertengerecht ausgebaut."

Für den Anbau des bisherigen PC-Raumes hin zur Rheinallee wird ein Teil des Gartens benötigt. Deshalb muss im Gegenzug das Dach begrünt werden. In diesem Raum werden dann künftig die Sportveranstaltungen stattfinden. Der kleine Saal wird verlängert und künftig als PC-Raum genutzt.

In dem Anbau entsteht dann auch das neue Büro, wo unter anderem die Sozialberatungen stattfinden werden, die stark zugenommen haben. "Ich bin wirklich dankbar dafür, dass wir das realisieren können. Es entspricht im Übrigen auch dem, was die Gründerinnen wollten", sagt Koischwitz. "Und es wäre natürlich schön, wenn wir das bis zum 50-Jährigen schaffen."

Auf Spenden ist der Verein Offene Tür Dürenstraße auch weiterhin angewiesen.

Weitere Informationen gibt es unter www.OT-Godesberg.de.