Livemusik für Sechstklässler: Gastspiel beim Publikum von morgen

Livemusik für Sechstklässler : Gastspiel beim Publikum von morgen

Das Mozart Piano Quartett spielte für Sechstklässler im Konrad-Adenauer-Gymnasium, um Begeisterung für klassische Musik zu wecken.

"Wir wollen in einen Dialog mit den Schülern treten und versuchen, Interesse und Begeisterung für die klassische Musik zu wecken", sagte Hartmut Rohde, Bratschist beim Berliner Mozart Piano Quartett, am Rande des Auftritts in der Aula des Konrad-Adenauer-Gymnasiums.

Die Musiker spielten am Freitagmorgen vor Schülern der sechsten Klassen. Am Abend zuvor waren die Profimusiker im Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses aufgetreten.

Im Adenauer-Gymnasium präsentierten Paul Rivinius (Klavier), Mark Gothoni (Violine), Hartmut Rohde (Bratsche) und Peter Hörr (Violoncello) Musik von Johannes Brahms, Robert Schumann und natürlich Ludwig van Beethoven.

"Welcher Komponist aus eurer Stadt ist euch denn bekannt?", lautete eine Frage der Musiker an die Schüler. Verantwortlich für den ehrenamtlichen Besuch des Quartetts zeichnete Musiklehrerin Sunja Wehmeier, die sich erst kürzlich an das Musikvermittlungsprojekt Rhapsody in School gewandt hatte, das ehrenamtliche Besuche von hochkarätigen Solisten und Ensembles der klassischen Musikwelt in Schulen organisiert. Aktuell beteiligen sich mehr als 300 Künstler am Projekt.

"Ich finde das schön, dass die Schüler auf diese Weise in den Genuss von Livemusik kommen und nicht nur auf Youtube angewiesen sind", sagte Wehmeier. "Die Schüler sehen, dass das auf der Bühne ganz normale Menschen sind."

Und in der Tat! "Wir streiten uns immer, was wir am liebsten spielen wollen", erzählte beispielsweise Peter Hörr. "Musik ist eine internationale Sprache", meinte Hartmut Rohde. "Und es geht auch darum zu lernen, dem anderen zuzuhören. Außerdem sitzt hier unser Publikum von morgen." (wem)

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