Erneuerung kostet 7,47 Millionen Euro: Friedrich-List-Berufskolleg wird saniert

Erneuerung kostet 7,47 Millionen Euro : Friedrich-List-Berufskolleg wird saniert

Ein Teil der Gebäude des Friedrich-List-Kollegs wurde bereits saniert, jetzt sind die Gebäude G, H und I dran. Die Sanierungskosten hierfür liegen bei 7,47 Millionen Euro.

Mit Sanierungen kennt man sich am Friedrich-List-Berufskolleg aus. So wurde unter anderem vor sechs Jahren das Gebäude E für 3,75 Millionen Euro energetisch saniert und erweitert, auch das Haus A wurde in der Vergangenheit zur Hälfte erneuert. Nun steht der nächste Schritt bevor. Mit G, H und I sollen die letzten Schulgebäude mit Klassenräumen auf den neuesten Stand gebracht werden.

Der Startschuss fällt im Frühjahr 2020. Dann wird ein Teil des Gebäudes G im Inneren abgebrochen „und das neue Raumprogramm umgesetzt“, erklärte Christoph Kippels vom Städtischen Gebäudemanagement (SGB). Die Zahl der Klassenräume werde erhöht, und zwar von elf auf 13, ergänzte Kollegsleiterin Antje Kost. Ein Aufzug, der in G installiert wird, soll für die nötige Barrierefreiheit sorgen – in allen drei Häusern. Wie das geht? Die Gebäude werden über „Gänge in allen Etagen miteinander verbunden“, erläuterte Kost. Diese Brückenkonstruktion ist gleichzeitig der zweite Rettungsweg. Der ist bis dato nämlich nicht vorhanden. Auch steht die energetische Sanierung an, so werden Fassade, Fenster und Türen, Heizung und sanitäre Anlagen auf den neuesten Stand gebracht.

Nach ungefähr einem Jahr soll alles fertig sein, von Juni 2021 bis März 2022 sind H und I an der Reihe. Dort bleibt „die Raumaufteilung gleich“, sagte Kost. Das Treppenhaus allerdings werde gedreht. Denn nur so könnten die Verbindungsgänge erreicht werden, die ins Gebäude H – und damit zum Aufzug – führten.

Ersten groben Schätzungen zufolge sollte die Komplettmaßnahme 6,15 Millionen Euro kosten, der Betrag wurde vor einiger Zeit auf 6,45 Millionen Euro erhöht. Nun allerdings liegen laut Verwaltung die Kostenberechnungen der Architekten und Ingenieure vor. Das Ergebnis: Rund eine Million Euro muss die Stadt mehr berappen, die Kosten belaufen sich nun auf 7,47 Millionen Euro.

Das habe laut Kippels verschiedene Gründe. So steigen die Kosten im Bereich Abbruch/Rohbau um rund 238 000 Euro, Innenputz/Trockenarbeiten werden rund 120 000 Euro teurer, um einige Beispiele zu nennen. Und: „Im Zuge der Planungen spricht man mit den Nutzern und anderen Ämtern. Dadurch ergeben sich konkretere Bedarfe“, sagte der SGB-Geschäftsbereichsleiter. So könnte es sein, dass die ursprünglich angedachte Zahl der IT-Räume nicht ausreiche und erhöht werden müsse. Was einen Anstieg der Bruttogeschossfläche und somit der Kosten bedeute. „Oder man stellt fest, dass man eine bessere Beamerübertragung braucht.“ Eine Maßnahme, die immerhin mit 24 000 Euro Mehrkosten zu Buche schlägt. Außerdem müsse man den zeitlichen Abstand zwischen Planung und Ausschreibung einbeziehen, ergänzte Stefanie Zießnitz vom städtischen Presseamt. „Derzeit ist die Lage der Firmen gut.“ Soll heißen, dass dieselben Arbeiten heute deutlich teurer sind als vor einigen Jahren.

Die Gebäude des Friedrich-List-Kollegs, das derzeit 2600 Schüler und 118 Lehrer zählt, stammen aus den 60er Jahren, sie stehen nicht unter Denkmalschutz. „Seitdem gab es kleinere Sanierungen im Zuge der Bauunterhaltung“, so Kippels. Große Maßnahmen blieben in G, H und I jedoch aus.

Übrigens: Die alte Michaelschule, die Außenstelle des Friedrich-List-Berufskollegs an der Aennchenstraße, wird zeitgleich ebenfalls saniert. Und fällt als Ausweichfläche somit aus. „Wir spielen gerade ein bisschen Raumtetris“, sagte Kost. Da die Gebäude gut ausgelastet seien, werde man vermutlich wie in der Vergangenheit auf Container zurückgreifen.

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