Einsatz für das Bad: Freibad Rüngsdorf auf mehr Mitglieder angewiesen

Einsatz für das Bad : Freibad Rüngsdorf auf mehr Mitglieder angewiesen

Jürgen Huber und Ewald Kunsch leiten neuerdings die Geschicke im Förderverein. Sie wollen die Arbeit des bisherigen Vorstands fortsetzen. Oberstes Ziel bleibt der Erhalt des Bades in Rheinnähe.

Wer sich mit Jürgen Huber und Ewald Kunsch über das Rüngsi unterhält, wird sich keine Sorgen um die Zukunft des Freibads machen. Huber und Kunsch, die mit Alexander Cohrs, Martina Kokisch und Jochen Engels den neuen Vorstand des Fördervereins Panoramabad Rüngsdorf bilden, sprühen nur so vor Elan, Begeisterung und Motivation, wenn es um „ihr“ Baby geht.

„Ich bin selbst leidenschaftlicher Schwimmer“, sagt Jürgen Huber, der Heinz Karsten Abresch an der Spitze des Vereins abgelöst hat. Und weil das Rüngsi „eines der schönsten Freibäder ist“, habe er sich entschieden, seinen Beitrag zu leisten – obwohl er beruflich als Geschäftsführer des Bonner Studentenwerks stark eingespannt ist. 1994 zog der gebürtige Landshuter nach Bad Godesberg. „Seitdem gibt es die Diskussion um die Bäder, seitdem hat sich nichts geändert“, so der 52-Jährige. Gerade deshalb solle sich jeder engagieren, der Spaß am Schwimmen hat, um der „Stadt zu helfen, eine attraktive Bäderlandschaft zu erhalten“.

Gleich aus zwei Gründen ist Kunsch mit dabei. Zum einen wolle er – 68 Jahre alt, selbstständiger Unternehmensberater – beruflich „langsam etwas runterfahren“. Zum anderen bleibe dann mehr Raum fürs Ehrenamt. Vor 16 Jahren an den Rhein gezogen, war dem gebürtigen Hannoveraner schnell klar, „dass es ein Engagement hier im Bezirk sein soll“. 2017 dann nahm er aus Interesse an der Mitgliederversammlung des Fördervereins teil – in der Annahme, dass es sich um einen der Stammtische handelt, die dieser regelmäßig anbietet. Obwohl er kein Mitglied war, konnte Kunsch bleiben. „Aber abstimmen durfte ich natürlich nicht.“ Bei der Sitzung wuchs die Idee, einfach mitzumachen. Geplant war, sich „nur am Rande“ zu engagieren, herausgekommen ist der Posten des zweiten Vorsitzenden.

Mehr Mitglieder vonnöten

Seit der Wahl sind erst wenige Wochen vergangen, im Mittelpunkt standen Übergabe, Gespräche über die strategische Ausrichtung sowie zahlreiche Treffen, denen viele weitere folgen werden. Schließlich tritt die Truppe in große Fußstapfen. Denn der alte Vorstand habe hervorragende Arbeit geleistet, betonen beide. Als nächstes steht Netzwerkarbeit auf dem Programm, sagt Huber. „Wir wollen verhindern, dass wir eines Tages über die Schließung des Panoramabads reden.“ Deshalb müsse man schon jetzt den Boden „für eine gute Entwicklung des Rüngsi“ bereiten. „Die Bestrebungen der Verwaltung gehen nicht dahin, aktiv einen Investor zu suchen“, sagt Kunsch. Das habe man ihnen in „einem sehr konstruktiven Gespräch“ mitgeteilt. Sollte sich allerdings jemand aktiv melden, „wird sich die Stadt dem nicht verschließen“. Prävention sei also das Gebot der Stunde.

Personal stellen, Rettungsschwimmer ausbilden, Schwimmkurse und Wassergymnastik anbieten, eine eigene Saisonkarte ausgeben – die Ideen sind da. Aber um alles umzusetzen, brauche man mehr Mitglieder – 170 sind es derzeit. Doch nicht nur die Verlängerung der Öffnungszeiten steht auf der Agenda, auch weitere Verschönerungsaktionen soll es geben. Und: „Warum sollte aus dem Rüngsdorfer Freibad nicht ein Kombibad werden?“, stoßen beide an. Platz genug gebe es.

Der Förderverein lädt jeden ersten Mittwoch im Monat zum Stammtisch ein. Beginn ist um 19.30 Uhr in der Bastei, Von-Sandt-Ufer 1. Nächster Termin ist der 7. November. Kontakt: info@foerderverein-panoramabad.de