Hauptausschuss tagt: Entscheidung um Zukunft des Heiderhofer Sportplatzes

Hauptausschuss tagt : Entscheidung um Zukunft des Heiderhofer Sportplatzes

Der Hauptausschuss entscheidet am Donnerstag über die Zukunft des Heiderhofer Sportplatzes. Sicher ist bislang bereits, dass es überhaupt eine Zukunft geben wird.

Die Zukunft des Heiderhofer Sportplatzes steht zwar noch in den Sternen – sicher ist aber, dass er überhaupt eine Zukunft hat. Die Stadt, so hatte es die Bezirksvertretung Bad Godesberg beschlossen, soll gemeinsam mit den Heiderhofern und dem dortigen Bürgerverein ein „alternatives, sportliches Nutzungskonzept“ erarbeiten. Das Konzept soll in der ersten Sitzung nach der Sommerpause vorgestellt werden, so der Wunsch der Politiker. Das notwendige Geld sei auch vorhanden. Laut Beschluss sollen die Kosten aus den für den Umbau des Sportplatzes Heiderhof vorgesehenen Mitteln bestritten werden. Ob es wirklich so kommt, wird sich an diesem Donnerstag zeigen. Dann entscheidet der Hauptausschuss über das weitere Vorgehen.

Wie berichtet, war ursprünglich geplant, den Sportplatz mit Kunstrasen zu versehen. Doch weil die Entwässerungsanlage so schwer beschädigt ist, dass sie für viel Geld saniert werden müsste, möchte die Stadt den Plan auf Eis legen. Darüber hinaus sollen auch die Sanitäranlagen und Umkleidekabinen dicht gemacht werden. Der Plan: Das so gesparte Geld sollte nach Wunsch der Stadt dem Sport auf dem Brüser Berg zugutekommen, wo ein Platz einen Kunstrasen erhalten soll.

Dem folgten Sportausschuss und Hardtberger Bezirksvertretung im Großen und Ganzen, in Bad Godesberg aber sah das anders aus. Die hiesigen Politiker sprachen sich einstimmig dafür aus, dass die Gelder zunächst nach Godesberg und erst dann in Richtung Hardtberg fließen sollen. Ein Vorschlag des Bürger Bunds Bonn (BBB) fand indes keine Mehrheit: Der BBB wollte, dass die für den Umbau des Heiderhofer Sportplatzes vorgesehenen Mittel ausschließlich „für die Sanierung, Unterhaltung oder Neuerstellung von Sportanlagen im Stadtbezirk Bad Godesberg verwendet werden“.

Schließung immer wieder im Gespräch

Wie es weitergeht, wird sich nach der Sitzung des Hauptausschusses zeigen. „Wir haben derzeit noch keine Gespräche geführt“, sagte Stefan Günther, Leiter des Sport- und Bäderamtes, auf GA-Anfrage. Die Stadt wolle zunächst den politischen Beschluss abwarten, „der uns beauftragt, mit den Anwohnern und dem Bürgerverein ein alternatives Nutzungskonzept zu entwickeln“. Gibt der Hauptausschuss – wie schon die Bezirksvertretung – grünes Licht, „werde ich mich zeitnah mit dem Bürgerverein in Verbindung setzen“.

Beim Bürgerverein Heiderhof (BVH) hielt man sich bedeckt. Zwar habe der Sportamtsleiter dem Vorstand ein Treffen avisiert, teilte die BVH-Vorsitzende Barbara Hopmann mit. Allerdings wolle man dieses abwarten, „bevor wir mit Ideen und Vorschlägen an die Öffentlichkeit gehen können“.

Die Schließung des Platzes Heiderhof war vor ein paar Jahren schon einmal im Gespräch, bis der Umbau mit Kunstrasen beschlossen wurde. Allerdings nutzt mittlerweile kein Sportverein mehr das Areal. Deshalb gebe es für den Fußballsport dort aktuell und auch perspektivisch keinen Bedarf, hieß es seitens der Stadt.

Wie schlecht es um die Entwässerung steht, kam bei der Planung der Umbauarbeiten heraus: So versickert das Wasser nicht, der nächste Kanal am Philosophenring liegt dreieinhalb Meter höher als der Platz.

Der Hauptausschuss tagt an diesem Donnerstag im Ratssaal des Bonner Stadthauses, Berliner Platz. Die öffentliche Sitzung beginnt um 19 Uhr.

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