Bezirksvertretung muss zustimmen: Entscheidung über Abifeier auf Rigal’scher Wiese steht an

Bezirksvertretung muss zustimmen : Entscheidung über Abifeier auf Rigal’scher Wiese steht an

Das Konzept für die Party hat Organisator Maximilian Sieger fertig. Bisher musste er es der Verwaltung vorlegen, jetzt entscheidet darüber die Bezirksvertretung. Der Parkplatz soll für die Party schon einen Tag vorher abgesperrt werden.

Die Abiturfeier auf dem Parkplatz an der Rigal’schen Wiese ist längst ein schöner Brauch für die Schüler in Bonn und der Region. Am 3. April 2020 soll es wieder soweit sein. Vorher muss die Bezirksvertretung auf ihrer Dezembersitzung aber dem Konzept von Organisator Maximilian Sieger, Geschäftsführer von Flatline Event, zustimmen. Das ist neu für das Bonner Unternehmen, das die Sause seit 2016 veranstaltet.

Der Parkplatz soll für die Party schon einen Tag vorher abgesperrt werden, um in aller Ruhe aufbauen und mit Autos umgehen zu können, die dann noch dort parken. Schlimmstenfalls werde man auch abschleppen, sagt Sieger. Dass dadurch für zwei Tage viele Pendlerparkplätze wegfallen, bedauert er, aber das kenne man ja schon seit vielen Jahren in Bad Godesberg. Abiturienten, die auf dem Platz parken wollen, bekommen vorab, ebenfalls eine Neuerung, Vignetten für die Windschutzscheiben, damit man sie schneller zuordnen und einweisen kann.

Die Eintrittskarten können die Schüler schon vor der Feier in den Schulen kaufen, mit denen der Veranstalter nach eigenen Angaben einen engen Kontakt hält. Der Einlass samt Kontrolle – Glasflaschen sind nicht erlaubt, Plastikflaschen schon – erfolgt wie gewohnt geschlechtergetrennt. Danach geht‘s aufs Festivalgelände mit Bühne, Imbiss- und Getränkebuden sowie Dixie-Klos und Pissoirs. Sicherheitspersonal überwacht das ganze Treiben. Der Kletterturm auf der Wiese wird abgesperrt. Das Festival geht bis etwa 18 Uhr, danach wechseln viele zur „Final“-Party in die Stadthalle.

Polizei ist gelassen, was die Veranstaltung angeht

Der Event-Sprinter der Fachstelle „Update“ für Suchtprävention ist wieder vor Ort. „Grundsätzlich befürworten wir das“, sagt Sieger. Auch wenn er befürchtet, dass die Abiturienten dann wieder die Papierschnipsel, die dort verteilt werden, übers Festivalgelände verstreuen. Müll, der am Ende aufwändig entsorgt werden muss. Ebenfalls wieder dabei ist die Eventfirma Beats Nation, die schon dieses Jahr die Feier mitorganisierte, Workshops zur professionellen Durchführung von Abibällen anbot und für das Line-up auf der Bühne zuständig sein wird.

Die Polizei ist gelassen, was die Veranstaltung angeht. Immerhin waren in diesem Jahr Abiturienten von 17 Schulen beteiligt, sagt Pressesprecher Frank Piontek. Aber nennenswerte Probleme habe es nicht gegeben. Auch beim Autokorso vor der Party gebe es keine Probleme: „Alle Schulen erhalten vorher Verhaltensregeln.“ Außerdem stehen an jeder beteiligten Schule Beamte. Und der Trend gehe zum Fahrrad, so Piontek: Von vier Gymnasien fuhren die Schüler mit Nextbike-Rädern zur Rigal’schen Wiese.

Sieger zufolge dürfen über den Tag verteilt bis zu 2500 Personen aufs Gelände, sie zahlen 10 Euro Eintritt. Viel mehr als eine Aufwandsentschädigung werde Flatline Event dabei nicht einnehmen. Ungewöhnlich für ein Unternehmen, das wirtschaftlich denken muss. Aber für Sieger ist das ein persönliches Anliegen aus der Zeit, in der die Feier noch von Schülern improvisiert durchgeführt wurde. „Ich war damals der letzte Abiturient, der das organisiert hat“, sagt er. Danach habe die Stadt angefragt, ob er das künftig professionell aufzuziehen könne. Er wolle die Tradition weiterleben lassen.